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14-Jähriger verlor durch Böller seine Hand

Silvesternacht


Die Silvesternacht hat wieder für viele Einsätze von Feuerwehr, Polizei und Rettung gesorgt. In Wien wurden drei Personen durch Böller und Feuerwerk schwer verletzt. Ein 14-Jähriger verlor seine Hand. Die Feuerwehr musste zu mehreren Bränden ausrücken.

01.01.2026 12.14

Online seit heute, 12.14 Uhr

Der folgenschwerste Unfall ereignete sich im Bezirk Favoriten: Ein 14-Jähriger verlor dort fünf Minuten vor dem neuen Jahr durch eine Böller-Explosion eine Hand. Sanitäter stoppten noch am Unglücksort die Blutung. Die Berufsrettung versorgte in den vergangenen Stunden zahlreiche Verletzte durch Pyrotechnik, hieß es in einer Aussendung vom Donnerstag.

Tourist mit Gesichtsverletzungen

Zum ersten schweren Unfall kam es gegen 17.45 Uhr im Bereich des Roten Berges in Hietzing. Ein 13-Jähriger kam aufgebracht einem Team der Berufsrettung entgegen und zeigte schwere Verletzungen im Bereich der Hand. Beim Hantieren mit einem Böller dürfte dieser explodiert sein, zwei Finger wurden dadurch teilamputiert. Laut Polizei habe er den Böller beim Spazieren auf einem Spielplatz gefunden und angezündet.

In der Brigittenau wurde ein Tourist durch einen Knallkörper schwer verletzt. Der 22-Jährige dürfte kurz vor 23.00 Uhr laut eigenen Angaben durch einen solchen getroffen worden sein. Er erlitt schwere Verletzungen an einem Auge, Verbrennungen im Gesicht sowie Schnittverletzungen. Weiters klagte der 22-Jährige über Hörprobleme.

Mann verschluckte Teil von Knallkörper

Auf dem Kahlenberg wurde ein 22-Jähriger von einem Böller getroffen. Dabei verschluckte der Mann laut eigenen Angaben einen Teil des davor gezündeten Knallkörpers und klagte danach über Übelkeit und brennende Schmerzen im Hals. Auch er kam in ein Spital.

Zu Silvester wurden die Rettungskräfte vor allem in den Abend- sowie in den Nachtstunden zu weiteren Einsätzen gerufen, da Personen durch Knallkörper und Raketen verletzt wurden. Sie versorgten eine Vielzahl an Personen, die über Verbrennungen an den Händen und im Gesicht sowie über Augenverletzungen und Probleme mit dem Gehör klagten.

Die Polizei stellte wienweit 136 Anzeigen und zwölf Organmandate nach dem Pyrotechnikgesetz aus. Insgesamt wurden 2.342 pyrotechnische Gegenstände mit einem Gesamtgewicht von 203 Kilogramm sichergestellt. Zudem gab es 14 Anzeigen wegen Sachbeschädigung durch die Zündung pyrotechnischer Gegenstände.


Stadt Wien / Feuerwehr

Eine Fischertaubelhütte auf der Donauinsel brannte ab

Feuerwehrmann von Rakete verletzt

Die Wiener Berufsfeuerwehr wurde in der Silvesternacht zu 389 Einsätzen gerufen. Darunter fielen zahlreiche Klein- und Flurbrände im Freien, Balkonbrände, brennende Müllbehälter, Zimmerbrände, Alarme automatischer Brandmeldeanlagen und dieses Jahr durch den starken Wind auch Sturmschäden.

In Simmering wurde ein Feuerwehrmann bei einem Löscheinsatz von einer Feuerwerksrakete leicht verletzt. Drei Balkonbrände im 2., 10. und 20. Bezirk konnten rasch unter Kontrolle gebracht werden. Länger beschäftigt waren die Einsatzkräfte beim Brand einer Fischertaubelhütte auf der Donauinsel. Der Brand wurde von Land und Wasser bekämpft.

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