Emma Aicher holt erste deutsche Medaille den Olympischen Winterspielen in Italien

Emma Aicher hat dem deutschen Team die erste Medaille der Olympischen Winterspiele in Italien beschert. Den Sieg sicherte sich mit Breezy Johnson eine Teamkollegin der schwer gestürzten Lindsey Vonn.
So richtige Freude wollte bei den Medaillengewinnern angesichts der erschütternden Bilder von Lindsey Vonn erstmal nicht aufkommen. Breezy Johnson sicherte sich am Sonntag (08.02.2026) nach dem Weltmeistertitel im Vorjahr nun auch Olympiagold in der Abfahrt.
Nur einen Wimpernschlag dahinter landete Emma Aicher – vier Hundertstelsekunden fehlten ihr auf den ganz großen Coup. Ihre Silbermedaille ist das erste Edelmetall für das deutsche Team bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo. “Ich hab nach meiner Fahrt nicht gedacht, dass es sich ausgeht. Ich freue mich natürlich riesig”, sagte die Silbermedaillen-Gewinnerin im ZDF und gab zu: “Ich war so nervös beim Warten im Ziel.”
“Der Knoten ist geplatzt! Herzlichen Glückwunsch an Emma Aicher zu einer wahnsinnig tollen Leistung. Das ganze Team Deutschland freut sich mit ihr und wird diese Silbermedaille als Motivation nutzen für die weiteren Wettkämpfe. Emma ist schon jetzt ein echter Star auf der olympischen Bühne”, so DOSB-Präsident Thomas Weikert.
Bronze sicherte sich mit Sofia Goggia eine Lokalmatadorin. Die zweite deutsche Medaillenkandidatin Kira Weidle-Winkelmann landete mit großem Abstand auf Rang neun. “Es war ab und zu nicht ganz auf Zug und das kostet bei dem Schnee zu viel Zeit”, sagte Weidle-Winkelmann, die sich für Aicher freute: “Es war eine saustarke Leistung.”
Vonn-Sturz überschattet alles
Das große Thema des Rennens war aber der schwere Sturz von Lindsey Vonn. Die 41-Jährige griff 16 Jahre nach ihrem Olympiasieg in Vancouver erneut nach Gold, scheiterte aber auf dramatische Art und Weise. Sie musste schließlich mit dem Helikopter abtransportiert werden.
Aicher unzufrieden mit “wilder Fahrt”
Trotz ihrer Topzeit war Aicher im Ziel nicht so recht zufrieden. Sie wusste, dass sie einen möglichen Olympiasieg durch eine in Teilen unsaubere Fahrt liegen lassen hat. “Es hat sich einfach wild angefühlt. Über jeden Sprung hat es mich aufgerissen. Ich hab’ nicht das gemacht, was ich machen wollte. Es war trotzdem eine gute Fahrt. Aber so richtig kann ich es nicht einschätzen”, sagte die 22-Jährige anschließend im ZDF. Den Sturz von Vonn hatte sie sich nicht angeschaut.
Snoop Dogg feuert US-Athletinnen an
Der strahlende Sonnenschein in den Dolomiten machte die eisiger Olympia-Piste noch ein Ticken schneller. Die im Vergleich zum Weltcup mit etwas ausgeprägteren Wellen präparierte Olimpia delle Tofane erlaubte keine oder nur minimale Ungenauigkeiten. Mit Startnummer zwei setzte Ariane Rädler die erste Richtzeit. Mit Nummer drei folgte Lokalmatadorin Federica Brignone. Die Italienerin mit dem markanten Tiger-Helm war in der Vorsaison die mit Abstand stärkste Athletin im Feld, verletzte sich im Frühjahr aber schwer. Für einen Angriff auf Gold sollte es bei ihr nicht reichen.
Die amtierenden Weltmeisterin Breezy Johnson aus den USA brannte angefeuert vom “Ehren-Coach” Snoop Dogg auf der Tribüne mit Startnummer sechs die neue Top-Zeit in den Schnee von Cortina. Die erste, die ihr gefährlich wurde, war Emma Aicher. Die deutsche Allrounderin zeigte eine Fahrt voll auf Angriff, verlor dabei aber zwei Mal zu häufig die Balance und hatte trotz Zwischenbestzeit im Mittelabschnitt im Ziel 0,04 Sekunden Rückstand. Entsprechend ärgerte sie sich im Zielbereich.
Ehrencoach Snoop Dogg feuert die US-Athletinnen an.
Vonn-Sturz überschattet das Rennen
Zwei Starterinnen später folgte Kira Weidle-Winkelmann. Sie ging nicht voll in den Angriffsmodus und ließ so Geschwindigkeit und vor allem Zeit liegen. Sie war nicht nah genug dran an den Toren und reihte sich zunächt als Siebte ein.
Direkt hinter ihr folgte Vonn. Die US-Amerikanerin blieb bei einem Sprung mit dem Arm in einem Tor hängen und verlor die Balance. Nach dem harten Aufschlagen auf der Piste blieb sie liegen und musste mit dem Helikopter abtransportiert werden.
Nach einer fast 20-minütigen Unterbrechung ging es schließlich weiter. Und mit Sofia Goggia schaffte es tatsächlich noch eine Athletin, die schlimmen Szenen abzuschütteln und in die Medaillenränge nach vorne zu fahren. Kurz vor dem Ende des Rennens musste der Helikopter ein zweites Mal anrücken, als Cande Moreno aus Andorra im Tofane-Sprung zu Fall kam und sich offensichtlich auch schwerer am Knie verletzte.

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