News UK

Olympia 2026: Kreher und Pfeifer vergrößern Skeleton-Medaillensammlung

Stand: 14.02.2026 23:54 Uhr

Kopf voran aufs Podium: Nach den Erfolgen der Männer im Skeleton lassen sich auch die Frauen nicht lumpen und holen die nächsten beiden Medaillen. Der Sieg geht nach Österreich.

Das Cortina Silding Center bleibt die Sportstätte mit Medaillen-Garantie für deutsche Athletinnen und Athleten. Nach Silber und Bronze für die beiden Skeleton-Piloten Axel Jungk und Christopher Grotheer am Freitag zogen am Samstag ihre Teamkolleginnen Susanne Kreher und Jacqueline Pfeifer nach und sorgten für die nächste Party auf zwei Kufen.

Nach zwei von vier Läufen war die Ausgangslage vor den entscheidenden Wettkämpfen am Samstag klar: Mit Kreher, Pfeifer und Hannah Neise lag gleich ein deutsches Trio in Lauerstellung hinter der österreichischen Spitzenreiterin Janine Flock. Bronze und Silber waren das Minimalziel, Gold weiter möglich. Was dann geschah?

  • Ergebnis Skeleton Frauen
    Pfeil rechts

Flock hält dem Druck stand

Trotz aller Angriffslust der deutschen Skeleton-Pilotinnen baute Flock ihre Führung zunächst sogar noch aus. Die 36-Jährige knüpfte nahtlos an ihre Leistungen des Vortages an und zeigte im dritten Durchgang einen nahezu fehlerlosen Lauf. Flock legte vor, ihre Verfolgerinnen konnten nicht folgen.

Kreher erwischte zwar einen guten Start und lag virtuell vorne, nach Unsauberkeiten im Schlussteil vergrößerte sich der Rückstand aber sogar. Da dann auch Pfeifer und Neise kleinere bis größere Wackler einbauten und Flock nicht gefährlich werden konnten, sprach vor dem entscheidenden Lauf alles für Flock.

Immerhin: In den Rückspiegel mussten die deutschen Athletinnen nicht schauen. Der Gewinn von zwei weiteren Medaillen wurde immer wahrscheinlicher, nur der Sieg deutlich unwahrscheinlicher.

Kreher und Pfeifer mit Silber und Bronze

Ein Wunder aus deutscher Sicht blieb im großen Finale dann auch aus. Flock, die bei den Olympischen Spielen vor vier Jahren in Peking im vierten Lauf noch von Platz eins auf Platz vier zurückgefallen war, präsentierte sich dieses Mal nervenstark und bewies, dass sich Geschichte eben doch nicht immer wiederholt. An Flock führte kein Weg vorbei, dahinter reihten sich Kreher, Pfeifer und Neise ein. Einmal Silber, einmal Bronze, einmal der undankbare vierte Platz für Deutschland.

Kreher nach Silber-Gewinn: “Ich habe nicht Gold verloren”

“Meine Fahrten waren nicht so sauber, dafür war der vierte Platz noch gut. Aber ein bisschen Enttäuschung ist schon dabei”, gab Neise zu. Jacqueline Pfeifer sprach hinterher von einem “Wechselbad der Gefühle”. Eine bessere Platzierung verpasst zu haben, tue “natürlich ein bisschen weh, weil es schon möglich gewesen wäre, wenn alles gepasst hätte”, sagte sie hinterher, befand aber: “Die Medaille bedeutet mir sehr viel.”

Susanne Kreher strahlte über das ganze Gesicht. Die Farbe der Medaille sei ihr “völlig egal”, ließ sie wissen. “Das ist so unglaublich. Ich habe nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen.”

Related Articles

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Back to top button