Tränen und Enttäuschung: Atle Lie McGrath nach Ausfall im Olympiaslalom

- Der Norweger Atle Lie McGrath schied im Olympiaslalom aus.
- Er lag nach dem ersten Lauf in Führung.
- McGrath reagierte sehr emotional und verliess die Piste.
- Er wollte Gold für seinen verstorbenen Grossvater gewinnen.
Atle Lie McGrath hatte eine Mission. Er wollte seinen Grossvater stolz machen. Dieser verstarb während der Eröffnungsfeier der Spiele. In einem emotionalen Post schrieb McGrath auf Instagram: «Es schmerzt mich unendlich, diese Worte schreiben zu müssen. Gleichzeitig bin ich unendlich dankbar, den besten Grossvater gehabt zu haben und so viel Zeit meines Lebens mit dir verbracht zu haben.»
Nach dem ersten Lauf im Slalom von Bormio sah alles nach einem Olympiasieg zu Ehren seines Grossvaters aus. Knapp sechs Zehntel Vorsprung hatte der Norweger vor Loïc Meillard. Doch dann: Kurz nach der ersten Zwischenzeit fädelte McGrath ein.
Purer Frust, dann die Rückkehr
Der 25-Jährige war am Boden zerstört. Er warf seine Stöcke weg, zog noch im oberen Streckenteil seine Ski ab – und wanderte davon. McGrath stapfte durch den Schnee über eine Seitenpiste. Am Waldrand legte er sich in den Schnee – musste durchatmen. SRF-Experte Beat Feuz meinte: «Es zerbricht alles in dem Moment, aber so ist der Sport. Es geht aber auch weiter.»
Mittels Schneemobil kam dann auch ein Sanitäter zu McGrath. Doch medizinische Hilfe brauchte der Norweger keine – es war der pure Frust und die Enttäuschung. Immerhin: Wenige Minuten nach Rennende fuhr McGrath wieder mit seinen Skiern ins Ziel. Er bedankte sich bei den Fans für den Support – doch die Enttäuschung war ihm anzusehen.
Wie gehst du mit grossen Enttäuschungen um?
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