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6 Vereine kämpfen um die Bundesliga, verdient hat sie aber keiner

Abstiegsdrama in der Bundesliga: Drei Klubs dürfen noch hoffen, aber von den Punkten her hat es keiner verdient. Auch in der 2. Liga geht drei Aufstiegskandidaten komplett der Saft aus. Ein Kommentar.

Mathematisch gesehen ist es ein Krimi, sportlich gesehen eher eine Bilanz des Scheiterns. Wenn am kommenden Wochenende der 34. Spieltag angepfiffen wird, blickt Fußball-Deutschland auf drei Vereine im Oberhaus, die gegen den direkten Abstieg kämpfen, während drei Klubs im Unterhaus um das Ticket nach oben streiten.

Die nackten Zahlen offenbaren aber eine erschreckende Wahrheit: Keines dieser Teams hat in dieser Saison die Reife oder Konstanz bewiesen, die man von einem Bundesligisten erwartet.

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6 Vereine streiten um die Bundesliga, aber keiner hat es verdient

Während Schalke im Eiltempo durch die 2. Bundesliga marschiert ist, wirkt der Rest der Bewerber wie eine Wandergruppe mit schweren Beinen. Dass sich im Oberhaus ein Team mit unter 30 Punkten in die Relegation retten wird, ist ein Armutszeugnis – normalerweise ist man mit einer solchen Ausbeute sicher abgestiegen.

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Die „Wölfe” sind das personifizierte Formtief dieser Rückrunde. Wer eine Bilanz von lediglich sieben Punkten aus 16 Rückrundenspielen vorweist, plant normalerweise für die Zweitklassigkeit. Zwischen dem Sieg gegen St. Pauli im Januar und dem Erfolg gegen Union am 30. Spieltag klaffte eine gähnende Leere von zwölf sieglosen Partien in Folge. 

Selbst der Achtungserfolg gegen die Bayern (nur 0:1) am Wochenende blieb ohne Belohnung. Ein Verein mit diesen finanziellen Möglichkeiten und einem Kader dieser Tiefe darf nicht bei 26 Punkten stehen.

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1. FC Heidenheim (Platz 17)

Heidenheim holte zuletzt 7 Punkte aus drei Spielen, steht aber insgesamt nur bei 26 Punkten. Imago

Lange Zeit wirkte das Team von Frank Schmidt wie ein sicherer Absteiger, stand am 26. Spieltag mit nur 14 Punkten abgeschlagen am Ende. Dass man nun plötzlich wieder punktgleich mit dem Relegationsplatz ist, liegt weniger an der eigenen Stärke, als an der kollektiven Schwäche der Konkurrenz. 

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Am Millerntor ist die Euphorie des starken Saisonstarts (7 Punkte aus den ersten 3 Spielen) längst einer depressiven Torflaute gewichen. Die Zahlen sind ein Offenbarungseid für jeden Offensivtrainer: 28 Tore in 33 Spielen

Das entspricht einem Schnitt von 0,84 Toren pro Partie. Während Heidenheim (41) und Wolfsburg (42) zumindest die 40er-Marke knackten, bleibt St. Pauli offensiv ein laues Lüftchen.

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2. Bundesliga: Das Schneckenrennen um den Aufstieg

SV Elversberg (Platz 2)

Der Verein aus dem Saarland hatte am 33. Spieltag alles in der eigenen Hand. Ein Sieg gegen das kriselnde Düsseldorf hätte den direkten Aufstieg bedeutet. Doch Elversberg versagten die Nerven. Wer im entscheidenden Moment gegen einen abstiegsbedrohten Gegner auf derart deutliche Weise verliert, lässt die notwendige mentale Härte für die Bundesliga vermissen. 

ANZEIGEANZEIGE Gegen Düsseldorf hätte Elversberg den Aufstieg klarmachen können, doch die Mannschaft verlor mit 1:3. IMAGO / Fussball-News Saarland

In Hannover herrscht Stagnation auf hohem Niveau. Vier Unentschieden aus den letzten sechs Spielen sind die Bilanz eines Teams, das zwar nicht verlieren, aber eben auch nicht gewinnen will. Besonders schmerzhaft: die liegen gelassenen Punkte gegen Kellerkinder wie Münster.

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Hannover verpasst es seit Wochen, seine Chancen zu nutzen. In der Bundesliga wird solch eine mangelnde Kaltschnäuzigkeit gnadenlos bestraft.

Paderborn ist der tragische Verlierer des letzten Saisonviertels. Am 28. Spieltag noch mit einem Bein in der Bundesliga (Platz 2, 54 Punkte), holte man aus den folgenden fünf Partien nur mickrige fünf Zähler. 

Während Schalke in dieser Phase zwölf Punkte sammelte und davon zog, brach Paderborn förmlich zusammen. Ob die verspielte 2:0-Führung gegen Schalke, die 1:5-Klatsche in Elversberg oder späte Gegentore gegen Hannover – Paderborn zeigt Nerven und geht nun mit den schlechtesten Karten ins Saisonfinale.

Am Ende wird es ein Sieg des geringsten Übels

Egal, wer sich am Wochenende rettet oder wer den Aufstieg feiert: Ein sportliches Ausrufezeichen ist es nicht. Die Bilanz der sechs Wackelkandidaten zeigt, dass der Sprung zwischen den Ligen qualitativ derzeit eher ein Stolpern ist.

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