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Hohe Millionen-Beute bei Sparkassen-Einbruch in Gelsenkirchen

Wie viel Bargeld, Gold und Wertgegenstände die Täter tatsächlich davongeschleppt haben, muss noch ermittelt werden. Denn die Banken wissen nicht, was in ihren Schließfächern gelagert wird. Die Betroffenen müssen deswegen kontaktiert werden.

Die Polizei legt bei der Berechnung der Schadenssumme deswegen aktuell die Versicherungssumme pro Fach zugrunde. Jedes der mehr als 3.000 Schließfächer ist nach Angaben der Sparkasse Gelsenkirchen mit 10.300 Euro versichert. “Offiziell sprechen wir deshalb von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag”, teilte ein Sprecher der Polizei dem WDR mit.

Polizei sucht Audi RS6

Die Polizei ermittelt wegen schweren bandenmäßigen Raubs und sagt, dass sich mittlerweile mehrere Zeugen gemeldet haben. Sie hätten in der Nacht zu Sonntag mehrere Männer mit großen Taschen im Treppenhaus der Tiefgarage gesichtet. Ebenso einen schwarzen Audi RS6 mit Hannoveraner Kennzeichen, das als gestohlen gemeldet worden war. Im Auto hätten maskierte Täter gesessen, von denen einer die Schranke zur Ausfahrt betätigt habe, sagte die Polizei.

Die Einbrecher hatten sich über eine Tiefgarage Zugang zur Bank verschafft und mit einem Spezialbohrer ein riesiges Loch in die Stahlbetonwand zum Tresorraum gebohrt. “Den Bohrer kriegen sie nicht im Baumarkt”, sagte ein Sprecher der Polizei.

Fast alle Schließfächer aufgebrochen

Der Tresorraum ist durch Alarmanlagen gesichert. Kunden berichten, dass es auch eine Videoüberwachung in dem Raum gibt. Nach Bankangaben haben sie 95 Prozent der 3.250 Kunden-Schließfächer aufgebrochen.

Am Vormittag hatten sich schätzungsweise 200 betroffene Kunden vor der Filiale eingefunden. Sie fühlen sich allein gelassen. “Wir wollen rein, wir wollen rein!”, forderte lautstark ein Sprechchor. Die Lage drohte zu eskalieren.

Mehrere Menschen stürmten an Mitarbeitern einer Sicherheitsfirma vorbei in den Vorraum der Sparkasse. Die Polizei rückte mit mehreren Streifenwagen an und sicherte den Eingang. Die Polizei machte mehrfach eine Durchsage: “Die Bank bleibt heute geschlossen, Informationen auf der Website der Sparkasse. Gehen Sie nach Hause.”

Polizei muss Bank räumen

Bereits kurz nach Bekanntwerden der Tat hatten sich am Montag dutzende Kunden vor der Filiale in Buer eingefunden. Sie waren in Sorge, von dem Raub betroffen zu sein. Der Andrang wurde schließlich so groß, dass Polizisten anrückten und den Vorraum der Bank räumten. Es folgten Lautsprecherdurchsagen der Polizei, um die Situation zu beruhigen.

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