Bayern-Leihspieler möchte nach England – doch der HSV stellt sich quer

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FCB-Leihspieler Daniel Peretz will den HSV sofort verlassen und hat mit Southampton bereits einen neuen Verein gefunden, doch Hamburg blockt – zumindest vorerst.
Hamburg / München – Der israelische Nationaltorwart Daniel Peretz möchte den Hamburger SV im Winter in Richtung FC Southampton verlassen – doch der Bundesligist tritt laut Hamburger Abendblatt auf die Bremse. Zuletzt kursierten Meldungen, dass der Deal bereits unter Dach und Fach sei. Jedoch wollen die Verantwortlichen des ehemaligen Bundesliga-Dinos davon aktuell nichts wissen. Der 10-fache Nationalspieler soll erst dann eine Wechselfreigabe bekommen, wenn ein adäquater Ersatz gefunden wurde.
FCB-Leihspieler Daniel Peretz würde den Hamburger SV gerne verlassen. © IMAGO/Fernando Soares
Dass der 25-Jährige, der beim FC Bayern noch einen Vertrag bis 2028 besitzt, mit seiner Rolle unzufrieden ist, ist längst bekannt. Der Israeli kam im vergangenen Sommer im festen Glauben, dort die klare Nummer Eins zu sein, nach Hamburg, musste sich aber überraschend früh hinter Daniel Heuer Fernandes einordnen. In der Liga blieb Peretz noch ohne jeglichen Einsatz, lediglich im DFB-Pokal durfte er zweimal spielen.
Leihabbruch von Bayern-Star Peretz vorerst vom HSV blockiert
Für einen Keeper, der Spielpraxis auf höchstem Niveau sucht, ist das zu wenig – und auch beim FC Bayern ist man mit der Entwicklung äußerst unzufrieden. Die Verantwortlichen an der Säbener Straße möchten deswegen die Leihe vorzeitig abbrechen und Peretz erneut verleihen. Der englische Zweitligist FC Southampton würde den israelischen Nationaltorwart, offenbar inklusive Kaufoption, gerne sofort ausleihen.
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Der HSV macht dabei jedoch – noch – nicht mit. Der Europapokalsieger von 1983 will seinen Ersatzkeeper erst dann gehen lassen, wenn für ihn ein neuer Torhüter verpflichtet ist, der die Rolle der Nummer Zwei hinter Heuer Fernandes übernehmen würde. Der Verein soll längst intensiv an einer Lösung arbeiten, jedoch bislang erfolglos. Dass Peretz die Hansestadt verlassen möchte, ist den Verantwortlichen längst klar.
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Auch Chefcoach Merlin Polzin bestätigt offen, dass der Wechselwunsch des Torhüters kein neues Thema sei. Gleichzeitig verdeutlicht er aber, dass der Hamburger SV seine Interessen wahren muss und sich dabei nicht unter Druck setzen lassen will. Im Abstiegskampf möchte der Bundesligaaufsteiger keine unnötigen Baustellen aufmachen.
Kurzzeitig für Unruhe sorgte zudem das Fehlen von Peretz beim Trainingsauftakt am Freitag. So machten schnell Gerüchte über einen Trainingsstreik des Israelis die Runde, doch diese wurden von seinem Noch-Verein sofort dementiert. Nach Klubangaben habe es lediglich Schwierigkeiten bei der Rückreise gegeben. „Sein Flug ging nicht“, erklärte in diesem Zusammenhang Polzin und stellte klar, dass die laufenden Gespräche nichts mit der verspäteten Ankunft zu tun hätten.




