News UK

Organisiert ein Extremist den Arabisch-Unterricht in Berlin?

Berlin – Ist in der deutschen Hauptstadt ein radikaler Aktivist für den Arabisch-Unterricht an Schulen verantwortlich?

Seit Jahren bietet Berlin seinen Schülern auch Arabisch als Herkunftssprache an. Das Angebot richtet sich an Kinder aus arabischen Familien, die den Wunsch haben, die Sprache besser zu erlernen. Im Schuljahr 2024/25 wurde Arabisch an 55 Berliner Schulen unterrichtet, mehr als 1600 Schüler nahmen teil.

Anzeige

Anzeige

Geleitet wird dieser Bereich in der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie von Mohamad Beidoun. Er selbst ist Lehrer an einer Grundschule, die 2025 wegen schwulenfeindlichen Mobbings eines Lehrers durch muslimische Schüler bundesweit Aufmerksamkeit erregte.

Insider wiesen BILD auf die brisanten Nebentätigkeiten des Mannes hin: Denn Beidoun ist in mehreren arabischen Vereinen tätig – darunter auch solchen mit Verbindungen zu extremistischen Organisationen. Er kam nach BILD-Informationen zur Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, als diese von der SPD geführt wurde, mittlerweile wird sie von der CDU geleitet.

So fungiert Beidoun u.a. als Schatzmeister der Deutsch-Libanesischen-AMAL-Vereinigung in Berlin. Das Bundesinnenministerium bestätigte auf BILD-Anfrage, dass die Organisation „als Verein mit Nähe zur AMAL-Bewegung bekannt“ sei.

„AMAL-Milizen sind enge Partner der Hisbollah“

Die AMAL-Bewegung ist eine libanesische Partei und Miliz, die mit der Terrororganisation Hisbollah verbündet ist. In deutschen Verfassungsschutzberichten wird sie unter islamistischen und islamistisch-terroristischen Organisationen gelistet und als schiitisch-extremistische Miliz bezeichnet. AMAL-Milizionäre kämpften in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der Terrororganisation Hisbollah gegen Israel. „Die AMAL-Milizen sind enge Partner der Hisbollah im Libanon, teilen eine ähnliche Weltanschauung, sehen den Iran als Freund und Israel als Feind“, bestätigt Terrorismus-Experte Peter Neumann (King’s College London) gegenüber BILD.

Aufnahmen auf der Website des Berliner Anti-Israel-Aktivisten Abed Khattar zeigen Beidoun bei unterschiedlichen Veranstaltungen, darunter bei einer Trauerfeier für den 2010 gestorbenen libanesischen Geistlichen Muhammad Hussein Fadlallah. Der „Spiegel“ bezeichnete ihn als „früheren geistlichen Anführer der Hisbollah“, der u.a. Israel das Existenzrecht absprach. Der Lehrer hielt auf der Trauerfeier eine Rede.

Beidoun auf der Trauerfeier für den „früheren Vordenker der Hisbollah“, wie der Spiegel den 2010 gestorbenen libanesischen Geistlichen Muhammad Hussein Fadlallah bezeichnete. Die Aufnahme wurde auf der Website des Anti-Israel-Aktivisten Abed Khattar veröffentlicht

Foto: Abed Khattar

Auf BILD-Anfrage erklärt die Senatsverwaltung für Bildung, dass man sich „grundsätzlich nicht zu Personaleinzelangelegenheiten“ äußert. Landesbedienstete seien „verpflichtet, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu achten und sich zu deren Wahrung zu bekennen“. Eine „ablehnende Haltung gegenüber diesen verfassungsmäßigen Prinzipien ist mit einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst – insbesondere im Bildungsbereich – nicht vereinbar“. Und weiter: „Soweit hierzu nachweisbare Erkenntnisse vorliegen, handelt die Senatsverwaltung unverzüglich im Rahmen der geltenden Vorgaben.“

Warum gibt es so viele Fotos mit SPD-Fraktionschef Saleh?

Brisant: Sowohl Beidoun als auch Khattar verfügen offenbar über gute Beziehungen zum Spitzenpersonal der Berliner SPD.

Auf Khattars Seite finden sich Aufnahmen des Berliner SPD-Fraktionschefs Raed Saleh mit beiden Männern. Vor allem von Khattar und Saleh existieren zahlreiche Aufnahmen aus den vergangenen Jahren, über die kürzlich das Portal „Nius“ berichtete.

Eines von vielen Fotos von Anti-Israel-Aktivist Abed Khattar und SPD-Fraktionschef Raed Saleh, die Khattar auf seiner Website veröffentlicht hat. Laut Sicherheitskreisen zählt Khattar zum Umfeld der Terrororganisation PFLP und der verbotenen Organisation Samidoun

Foto: Abed Khattar

Dabei gehört Aktivist Khattar, der in der Berliner Anti-Israel-Szene exzellent vernetzt ist, nach BILD-Informationen aus Sicherheitskreisen sowohl zum Umfeld der palästinensischen Terrororganisation PFLP als auch zur verbotenen Anti-Israel-Organisation Samidoun. Er selbst verheimlicht seine Sympathien nicht. Nach dem Massaker der Hamas-Terroristen am 7. Oktober 2023 mit rund 1200 Toten verbreitete er Hamas-Propaganda und rief zum Kampf gegen Israel auf.

BILD fragte Saleh zu seinem Verhältnis zu Beidoun und Khattar an. Der ließ erklären: „Sie beziehen sich auf einen konstruierten, absurden Beitrag des Portals ‚Nius‘, das hier nicht für einlassungsfähig, sondern für rechtspopulistisch gehalten wird. Dass zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens am Rande öffentlicher Veranstaltungen auf Fotos erscheinen, ändert nichts an der Tatsache, dass weder die Fraktion noch Herr Saleh Kontakte zu den von Ihnen genannten Personen pflegen, die über den Austausch von üblichen Smalltalkfloskeln auf derartigen Veranstaltungen hinausgingen.“

Related Articles

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Back to top button