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Joker Ache dreht das Spiel: Kölns Sieglos-Serie endet gegen Mainz

Nach Rückstand zur Pause hat der 1. FC Köln doch noch einen Heimsieg gegen den 1. FSV Mainz 05 gefeiert. Joker Ache drehte das Spiel zugunsten der Hausherren.

Ragnar Ache avancierte gegen Mainz zum Kölner Matchwinner.

IMAGO/Jan Huebner

Auch in den ersten beiden Spielen des Jahres in Heidenheim (2:2) und gegen München (1:3) hatte Köln die Sieglosserie nicht stoppen können. Der FSV hingegen hatte jüngst im Duell mit Heidenheim (2:1) erst seinen zweiten Sieg eingefahren.

Gegen das Kellerkind standen Lukas Kwasniok derweil die zuletzt gesperrten van den Berg (Bank) und Martel, der statt Krauß (Bank) begann, wieder zur Verfügung. Darüber hinaus erhielten Castro-Montes, Johannesson und Bülter den Vorzug vor Lund, Thielmann und Ache (alle Bank). Huseinbasic (krank) meldete sich am Morgen ab.

Bei den Gästen musste Urs Fischer auf seinen wohl wichtigsten Akteur verzichten, denn neben Veratschnig (Muskelverletzung) fehlte Top-Scorer Amiri krankheitsbedingt. Neu in der Startelf standen indes Potulski, Nebel und Neuzugang sowie Debütant Silas. Sieb rückte auf die Bank.

Der Pfosten rettet für Köln

Der FSV lauerte in der Anfangsphase nahezu ausschließlich auf gegnerische Ballverluste, selbst kreierten die Mainzer nur wenige Offensivaktionen. Köln verfügte deshalb über Ballbesitzvorteile, konnte diese allerdings nicht in zwingende Abschlusssituationen ummünzen.

Schließlich intensivierten die Mainzer zunehmend ihre eigenen Offensivbemühungen – und das beinahe mit Erfolg. Eine flache Flanke verlängerte Widmer auf den aufgerückten Potulski, der die Kugel zwar an Schwäbe vorbei, aber auch an den Pfosten drückte (19.). Es war bereits der zehnte Aluminiumtreffer der Rheinhessen in dieser Saison.

Mainz bejubelt Bells Traumtor

Die FSV-Innenverteidiger hatten sich an diesem Samstagnachmittag augenscheinlich etwas vorgenommen, sorgte in Person von Bell doch ein Nebenmann Potulskis für die Gäste-Führung. Im Anschluss an einen Einwurf feuerte der 34-Jährige den Ball sehenswert aus halbrechter Position an die Unterkante der Latte (29.). Ein toller Treffer des Mainzer Bundesliga-Rekordspielers.

Bundesliga – 18. Spieltag

Die Fischer-Elf verdiente sich die Führung in der Folge weiter, verpasste es aber trotz guter Gelegenheiten, das zweite Tor nachzulegen. Da Silas gleich zweimal nur am Premierentreffer kratzte (36./39.) stand zur Pause ein knappes, aber verdientes 1:0 aus Sicht der 05er.

Joker Ache sticht nach der Pause

Kwasniok zeigte sich unzufrieden mit der ersten Hälfte und reagierte schon zur Pause, indem er Lund, Krauß und Ache für Özkacar, Martel und Johannesson brachte. Der Dreifachwechsel sollte sich bezahlt machen, denn unverzüglich nahm die FC-Offensive an Fahrt auf. Auch Bülter profitierte davon, vergab aber zwei gute Möglichkeiten (50./55.).

Besser machte es einer der drei Joker: Bei einer punktgenauen Flanke von Castro-Montes schraubte sich Ache in die Höhe und köpfte unter Mithilfe der Unterkante der Latte zum Ausgleich ein (57.). Batz war in dieser Situation chancenlos.

Der Effzeh bleibt auf dem Gaspedal

Spätestens nach dem Ausgleichstreffer kippte das Momentum zugunsten der Gastgeber, bei denen Ache zum ständigen Unruheherd avancierte. Nachdem der 1:1-Torschütze erst selbst hauchzart die Führung verpasst hatte (65.), konnte Bülter sein Zuspiel drei Minuten später nicht nutzen.

Im Anschluss konnten die Mainzer das Kölner Chancenfeuerwerk deutlich bremsen, blieben offensiv mit Ausnahme von Siebs Rechtsschuss (81.) aber weitgehend harmlos.

Kurioser Siegtreffer für Köln

Der 1:1-Endstand rückte in greifbare Nähe, doch damit wollten sich die Hausherren und insbesondere Ache nicht zufrieden geben. Im Zuge einer missglückten Klärungsaktion von da Costa, der die Kugel nach Bülters Kopfballverlängerung an den Pfosten und letztlich auch an Aches Kopf lenkte, sprang der Ball über die Linie (85.). Der Joker entschied damit nahezu im Alleingang die Partie.

Der Effzeh, der erstmals nach acht sieglosen Spielen wieder einen Dreier bejubeln durfte, ist am nächsten Wochenende erst am Sonntag im Einsatz, wenn es auswärts nach Freiburg geht (17.30 Uhr). Für Mainz, das weiter mitten im Abstiegskampf steckt, geht es am Vortag gegen Wolfsburg um die nächsten Punkte (15.30 Uhr).

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