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Australian Open: Melbourne hat für Starduo Zusatzreiz

Der vierfache Major-Sieger Sinner, der 2025 auch in Wimbledon erfolgreich war, wandelt in Australien auf den Spuren von Novak Djokovic. Der Serbe ist der einzige Spieler der offenen Ära, der in Melbourne den Siegeshattrick geschafft hat. Und das von 2011 bis 2013 und 2019 bis 2021 gleich zweimal. Den Rekord hält der Australier Roy Emerson, der von 1963 bis 1967 gleich fünfmal in Folge gewann.

Sinner sieht sich von der Form her bereit für den Titel. „Ich fühle mich als besserer Spieler als vergangenes Jahr“, sagte der 24-Jährige. Da hatte er neben 58 Siegen nur sechs Niederlagen auf der Tour kassiert, neben Alcaraz wurden ihm diese von Tallon Griekspoor in Schanghai sowie Alexander Bublik in Halle zugefügt.


AP/Dita Alangkara

Das klare Ziel: Jannik Sinner möchte zum dritten Mal in Folge den Siegerpokal bei den Australian Open stemmen

Topstars noch ohne Melbourne-Duell

Die beiden Aushängeschilder der Szene begegneten einander 2025 sechsmal in einem Endspiel. Viermal behielt Alcaraz die Oberhand, Sinner nur zweimal, darunter allerdings auch bei den ATP-Finals Mitte November. In Melbourne sind die beiden aktuell besten Spieler der Welt allerdings noch nie aufeinander getroffen.

Eine erst im Endspiel in der Rod Laver Arena mögliche Premiere würde die Fans in Ekstase versetzen. Die Konstanz im Spiel Sinners erinnert an einen Roboter, starke Aufschläge und Grundschläge bringen die Gegner zumeist zur Verzweiflung. Nur was Spontanität betrifft, hat ihm Alcaraz etwas voraus. „Er ist ein unglaublicher Spieler, man muss sich gegen ihn über dem Limit bewegen“, sagte der von den Buchmachern favorisierte Sinner.

Alcaraz sehnt sich nach Melbourne-Titel

Alcaraz, der im Ranking 550 Punkte mehr hat, will Don Budge übertreffen, der 1938 zwei Tage vor seinem 23. Geburtstag die French Open gewonnen hatte und damit in jungen Jahren bei allen vier Major-Turnieren erfolgreich war. Alcaraz wird erst am 5. Mai 23. „Ich würde lieber meine ersten Australian Open gewinnen, als meine Titel bei den French Open und US Open zu verteidigen“, sagte Alcaraz.

Australian Open

Tableau Herren

Mit sieben Major-Triumphen vor dem 23. Geburtstag könnte er einen weiteren Rekord bei den Herren aufstellen. Das wird allerdings ein schwieriges Unterfangen, zumal seine Viertelfinal-Teilnahmen 2024 und 2025 das Höchste der Gefühle waren. Gelingen muss es ohne Langzeittrainer Juan Carlos Ferrero, von dem er sich im Dezember überraschend getrennt hatte.

Djokovic hofft auf 25. Major-Triumph

Für Alcaraz war letzte Saison in Melbourne gegen Djokovic Endstation. Der 38-Jährige nimmt einen weiteren Anlauf auf seinen 25. Major-Erfolg, Nummer 24 – Margaret Court hält als Frauen-Rekordhalterin auch bei so vielen – liegt mit den US Open 2023 schon länger zurück.

2025 stand er bei allen vier Grand-Slam-Turnieren im Halbfinale. „‚Best of five‘ macht es sehr schwierig für mich gegen die zwei, speziell am Ende eines Grand-Slam-Turniers“, sagte Djokovic. Das Vorbereitungsturnier in Adelaide ließ der 38-Jährige bewusst aus, um sich in seinem „Wohnzimmer“ fit präsentieren zu können. Im Melbourne Park ist der 101-fache ATP-Turniersieger mit zehn Titeln (bei 20 Antreten) Rekordchampion.


APA/AFP/Martin Keep

Macht der Körper mit, dann hat auch Novak Djokovic eine Chance auf seinen elften Australian-Open-Triumph

Weiter keinen Grand-Slam-Titel auf der Habenseite hat der 28-jährige Weltranglistendritte Alexander Zverev, der vergangenes Jahr in Melbourne Finalist war. Dort zum vierten Mal hinkommen möchte der Russe Daniil Medwedew, der nach „grauenhaften“ Vorstellungen 2025 wieder glänzen möchte. Mit dem Triumph in Brisbane begann 2026 für ihn schon einmal nach Wunsch.

Sabalenka bei Damen die Gejagte

Bei den Damen ist Aryna Sabalenka die Gejagte. Die Nummer eins der Welt ist mit einem Titel in Brisbane erfolgreich ins Jahr 2026 gestartet. In Melbourne gewann die 27-jährige Belarussin 2023 und 2024, im vergangenen Jahr musste sie sich im Endspiel der US-Amerikanerin Madison Keys geschlagen geben. Sehr realistische Titelchancen haben zudem die Polin Iga Swiatek, die wie Alcaraz ihren Karriereslam fixieren möchte, Coco Gauff und Amanda Anisimova aus den USA sowie die kasachische WTA-Finals-Siegerin Jelena Rybakina.

Die Hauptbewerbe, in denen aus ÖTV-Sicht Filip Misolic bzw. Julia Grabher und die Neo-Österreicherin Anastasia Potapova die Fahnen hochhalten, starten am Sonntag. Das Turnier, bei dem es drei Arenen mit Schiebedächern gibt, ist mit umgerechnet 64,05 Millionen Euro so hoch dotiert wie nie zuvor. Auf die Siegerin und den Sieger warten 2,38 Mio. Euro.

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