Werder Bremen: Ein anderer kann’s besser! Ist Schmid wichtigen Job los?

74 Eckbälle und unzählige Freistöße. So lange hat es gebraucht, bis Werder gegen Frankfurt (3:3) endlich den Standard-Fluch beenden konnte und nach ruhendem Ball traf. Noch nie war Werder seit Beginn der Datenerfassung diesbezüglich so schwach wie in dieser Saison.
Bisher war Romano Schmid (25) Standard-Schütze Nr. 1 bei Werder. Doch das könnte sich bald ändern. Denn das Standard-Tor durch Jens Stage zum 2:2 wurde nicht vom Ösi vorbereitet. Die Vorlage kam vom eingewechselten Samuel Mbangula (22). Der Freistoß hatte Schärfe, Schnitt und Präzision. Eigenschaften, die den Flanken von Schmid zuletzt oft fehlten.
Ist Schmid bald wichtigen Werder-Job los?
„Ich glaube nicht, dass es immer am Schützen lag. Es ist aber trotzdem schön, dass wir jetzt ein Tor nach Standard erzielt haben, um zu zeigen: Auch das können wir“, nimmt Trainer Horst Steffen (56) Schmid in Schutz. Trotzdem ist festzustellen: Die von Schmid getretenen Eckbälle gegen die Eintracht waren allesamt harmlos, mitunter nur kniehoch. Erst bei Mbangula wurden die Hereingaben gefährlich – und erfolgreich.
Samuel Mbangula (22/r.) könnte bald Werders neuer Standard-Chef werden
Daher ist es trotz der Rückendeckung des Trainers nicht unwahrscheinlich, dass bald der Belgier die ruhenden Bälle bei Werder übernimmt, wenn er denn spielt. Denn eines ist klar: So wie es bisher nach Standards bei Werder lief, darf es nicht weitergehen.




