News UK

Eintracht Frankfurt: Jetzt hilft Eintracht nur noch der Fußball-Gott!

TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

5. Mai 2018. Traumhaft trifft „Fußball-Gott“ Alex Meier per Volley in der Nachspielzeit zum 3:0-Endstand. Einen Moment, den Eintracht-Fans nie wieder vergessen werden. Das 137. Tor im 379. Pflichtspiel für die Klub-Ikone. Und Meiers letzter Auftritt in der Frankfurter Arena. Als Spieler. Denn am Samstag (15.30 Uhr) – 2821 Tage später – kämpft Meier für die Hessen an gleicher Stelle wieder um Bundesliga-Punkte. Diesmal nicht gegen den HSV, sondern gegen Hoffenheim. Und nicht als Torjäger, sondern nach der Entlassung von Dino Toppmöller (45) als Co-Trainer.

„Alex hat einen großen Einfluss. Er hat ein gutes Gefühl für die Spieler und schnappt sich unter anderem immer wieder die Offensivspieler. Er hat jede Situation schon tausendmal erlebt und weiß, wie es sich anfühlt, hier im Stadion zu spielen. Auch wenn es mal nicht läuft. Und das nutzen wir natürlich“, schwärmt Interimstrainer Dennis Schmitt (32) von seinem Assistenten. Das trifft sich gut: Denn vielleicht hilft Eintracht jetzt nur noch der Fußball-Gott!

Einzelgespräche sogar im Flugzeug

Der Grund: Das Übergangsduo muss eine total verunsicherte Mannschaft (1 Sieg aus den letzten 10 Pflichtspielen) irgendwie wieder aufrichten und zurück in die Spur bringen. Gar nicht so einfach: Immerhin kassierte Eintracht in dieser Saison schon 59 Gegentore. Keine Abwehr in Europa ist schlechter. Und trotzdem versuchen Schmitt und Meier ihr Bestes: „Natürlich können wir nicht zaubern, aber wir wollen diese Muster aufbrechen und lassen nichts unversucht. Ich glaube, am Ende geht’s darum, dass die Jungs wollen, dass sie alles investieren, was sie haben. Und das sehe ich definitiv“, macht der Interimstrainer das, was er seit seiner Einstellung am Sonntag voller Leidenschaft macht: die angeknacksten Stars starkreden. Sogar im Flieger auf der Baku-Rückreise nach dem Champions-League-Aus hörten Meier und er damit nicht auf, führten Einzelgespräche. Seelsorge auf über 10 000 Metern Höhe.

Schmitt und Meier setzen auf Kampf und Einsatz

Die scheint auch bitter nötig. Denn schon vor seinem zweiten Spiel muss Schmitt anmerken: „Manchmal hat man das Gefühl, wir stehen kurz vor einem Abstiegsplatz.“ Stimmt natürlich nicht. Eintracht ist Siebter (27 Punkte). Kann sich mit einem Sieg gegen den Dritten (33) sogar wieder an die Top 5 heranrobben. Von einem Spitzenteam ist die Mannschaft aktuell aber meilenweit entfernt. Deswegen verwundert es nicht, dass Schmitt auf Tugenden setzt, die sonst in ganz anderen Situationen gefragt sind: „Wir müssen uns über Kleinigkeiten aufrichten. Das kann ein guter Pass sein, das kann ein gewonnener Zweikampf sein, das kann auch mal sein, dass wir den Ball aus dem Stadion rausknallen. Es geht nicht um einen Schönheitspreis, sondern darum, das Spiel zu gewinnen.“ Auch damit kennt sich Alex Meier bestens aus. Noch ein Grund mehr, warum Eintracht Frankfurt gegen Hoffenheim vielleicht wirklich der Fußball-Gott hilft.

Related Articles

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Back to top button