Fußball | Regionalliga: Chemnitzer FC düpiert Spitzenreiter Lok Leipzig im Jubiläumsspiel

Der Chemnitzer FC feiert ein rauschendes Geburtstagsfest vor großer Kulisse im Stadion an der Gellertstraße, bei dem Spitzenreiter Lok Leipzig nach dem Seitenwechsel nicht auf Augenhöhe agiert und klar verliert.
Der Chemnitzer FC hat dem 1. FC Lok Leipzig ein Schnippchen geschlagen und sich für eine bärenstarke Leistung mit einem verdienten 3:0-Heimsieg zum 60. Vereinsjubiläum belohnt. Dem Spitzenreiter aus der Messestadt war die unfreiwillige XXL-Winterpause anzumerken, während sich die weiter auf Rang sieben platzierten Himmelblauen im Verlauf der zweiten Halbzeit in einen Rausch spielten.
Lok-Mittelfeldspieler Farid Abderrahmane klärt Tobias Müllers Kopfball vor der Linie.
Viertelstunde Anlauf, dann legt Chemnitz den Respekt ab
Anders als Lok hatte der CFC im Jahr 2026 bereits Spielpraxis gesammelt. Dennoch agierte das Team von Trainer Benjamin Duda vor 10.249 Zuschauern im Stadion an der Gellertstraße zumindest in den Anfangsminuten doch arg respektvoll. Davon befreiten sich die Gastgeber dann jedoch Stück für Stück. Zunächst aber verhinderte Lok-Sechser Abderrahmane die mögliche Führung, als er den Kopfball von CFC-Kapitän Tobias Müller nach Stockingers Ecke vor der Linie klärte (16.).
Später stand sich Müller selbst im Weg, als er Albericos Flanke nach Dombrowas Fehler und Keeper Naumanns vergeblichem Rettungsausflug frei über den Querbalken köpfte (34.). Unmittelbar vor der Pause semmelte noch Alberico aus Nahdistanz freistehend über den Gästekasten (43.). Die Blau-Gelben waren im Verlauf des ersten Durchgangs nur einmal richtig gefährlich, doch CFC-Verteidiger Bochmann hatte Christoph Maier im allerletzten Moment geblockt (18.).
Gleich klingelt es im Giebel des Lok-Gehäuses – CFC-Kapitän Tobias Müller bringt sein Team mit 1:0 in Führung.
Schwache zweite Lok-Hälfte – Müller-Traumtor ebnet den Weg
Viel besser wurde es für die Gäste aber auch nach dem Seitenwechsel nicht. Ganz im Gegenteil. Als Kapitän Djamal Ziane aus 25 Metern ein erstes Hallo-Noch-Wach-Signal übermittelte (58.), war der CFC schon längst durch Bozic und Stockinger (46./49.) gefährlich gewesen. Die Führung der Gastgeber kam daher alles, nur nicht überraschend – auch wenn Tobias Müller diesen Linksschuss aus 22 Metern und vollem Lauf wohl nicht alle Tage so punktgenau in den rechten Giebel setzt wie in dieser 62. Minute.
Die Fans in Himmelblau jedenfalls waren entzückt und jubelten kurz darauf erneut. Dejan Bozic verlud Naumann eiskalt vom Elfmeterpunkt (66.). Zuvor hatte Lok-Verteidiger von Piechowski per Schere Alberico von den Beinen geholt. Zwar traf Lok-Torjäger Adetula noch den Außenpfosten (69.), aber in wirkliche Bedrängnis brachte der fahrige Tabellenführer die Gastgeber nicht mehr. Stattdessen hatte FCL-Schlussmann Naumann noch ein Geburtstagsgeschenk für seinen Jugendverein parat, das der soeben erst eingewechselte Artur Mergel umgehend ins verwaiste Tor zum späteren Endstand zu nutzen wusste (77.).
mhe




