Nach vier Jahren: Özcan und Süle verlassen Dortmund im Sommer

Borussia Dortmund treibt die Kaderplanung für die kommende Spielzeit kräftig voran – vor allem auf der Abgangsseite. Neben Julian Brandt, dessen Trennung am Samstag bekannt wurde, verlassen auch Niklas Süle und Salih Özcan den BVB am Saisonende.
Tragen ab Sommer nicht mehr Schwarz-Gelb: Salih Özcan und Niklas Süle
IMAGO/Laci Perenyi
Nach dem Aus in der Champions League in Bergamo (1:4) und der Niederlage gegen den FC Bayern im Topspiel (2:3) geht es für Borussia Dortmund “nur” noch darum, den zweiten Platz zu verteidigen. Bei neun verbleibenden Spielen beträgt der Vorsprung auf den Tabellendritten Hoffenheim sechs Zähler.
Aufgrund der komfortablen Situation treffen die Verantwortlichen aktuell zahlreiche Zukunftsentscheidungen. Nachdem Geschäftsführer Lars Ricken am vergangenen Samstag die Trennung von Julian Brandt verraten und Felix Nmecha verlängert hatte, verkündeten die Borussen am Freitagvormittag zwei weitere Abgänge im Sommer: Salih Özcan (28) und Niklas Süle (30), die beide 2022 zu den Westfalen gewechselt waren, verlassen den Klub am Saisonende ablösefrei.
Wir haben uns sowohl mit Niklas als auch mit Salih gemeinsam darauf verständigt, am Saisonende getrennte Wege zu gehen.
“Wir haben in dieser Woche mit beiden sehr offene und wertschätzende Gespräche geführt. Am Ende haben wir uns sowohl mit Niklas als auch mit Salih gemeinsam darauf verständigt, am Saisonende getrennte Wege zu gehen”, erklärte Ricken im Interview mit den Ruhr Nachrichten.
Die Spielzeit des Duos nahm sukzessive ab
Süle war bereits zum Nulltarif – zumindest was die Ablöse betrifft – vom FC Bayern nach Dortmund gekommen. Die Verpflichtung galt damals als Coup. Doch die Erwartungen erfüllte der Innenverteidiger nur selten, was sich auch an seiner immer geringer werdenden Spielzeit widerspiegelt. Während er in seiner Premierensaison noch in 29 Ligaspielen auf dem Feld stand, absolvierte er in den vergangenen beiden abgelaufenen Spielzeiten “nur” 23 beziehungsweise 15 Partien.
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Den Negativwert könnte er in diesem Jahr sogar nochmals unterbieten, da er erst neun Einsätze aufweist. “Bei Niki war es so, dass beide Seiten nach vier gemeinsamen Jahren das Gefühl hatten, sich im Sommer anders auszurichten”, so Ricken.
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Nach sieben Jahren ist Schluss für Julian Brandt bei Borussia Dortmund – handelt es sich bei der Trennung um einen Vorboten für einen größeren Umbruch im Sommer – und wäre ein solcher notwendig?
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09.03.26 – 12:08 Uhr
18:40 Minuten
Noch weniger setzt Trainer Niko Kovac auf Özcan. Der zentrale Mittelfeldspieler, der per Ausstiegsklausel (fünf Millionen Euro) aus Köln geholt worden war, kommt erst auf sieben Kurzeinsätze – insgesamt wirkte er erst 31 Minuten mit. Ähnlich wie bei Süle wurde seine Rolle beim BVB immer kleiner. Daher ließ er sich auch 2024 zwischenzeitlich zum VfL Wolfsburg ausleihen, wo er jedoch ebenfalls kaum Spielzeit bekam. Da sich seit der Rückkehr im Winter 2025 seine Situation in Dortmund nicht mehr veränderte, kommt der Abschied wenig überraschend. Wohin es das Duo zieht, ist noch offen.




