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Absturz auf Rang 17: Spurs trennen sich schon wieder von Trainer Tudor

Igor Tudor ist seinen Job bei den Tottenham Hotspur schon wieder los. Die Verantwortlichen beurlaubten den kroatischen Trainer nach gerade einmal sieben Spielen.

Ist seinen Job als Spurs-Coach schon wieder los: Igor Tudor

picture alliance / empics

Am Valentinstag hatte Tottenham mit Igor Tudor einen neuen “Krisenmanager” gefunden – nur um ihn rund eineinhalb Monate und sieben Spiele später bereits wieder zu beurlauben. Auch Torwarttrainer Tomislav Rogic und Konditionstrainer Riccardo Ragnacci sind nicht mehr Teil des Trainerteams, wie der Verein am Sonntag mitteilte.

Statt des erhofften sportlichen Impulses stürzten die Spurs mit ihrem kroatischen Trainer noch tiefer in die Krise. Der 1:4-Schlappe gegen ein eigentlich formschwaches Arsenal beim Debüt von Tudor waren direkt weitere Niederlagen gegen Fulham (1:2) und Crystal Palace (1:3) gefolgt. Was lange eher als unwahrscheinliches Szenario belächelt wurde, ist längst Realität: Tottenham befindet sich mitten im Abstiegskampf. Als Tabellen-17. beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den nach 31 Spielen West Ham United belegt, nur noch einen einzigen Zähler.

Tottenhams einziger wirklicher Lichtblick in dieser Saison war auch unter Tudors Vorgänger Thomas Frank, der nach sieben Jahren beim FC Brentford nicht mal sieben Monate bei den Spurs überstanden hatte, die Champions League. Als überraschender Vierter der Ligaphase hatte der Premier-League-Klub den direkten Sprung ins Achtelfinale geschafft. Dieses aber bedeutete bereits die Endstation.

Folgenschweres Experiment mit Kinsky

Nicht ganz unbeteiligt dabei war auch Tudor. Bei der deftigen 2:5-Pleite in Madrid hatte er sich für eine mutige Aufstellung entschieden. Seinem 22 Jahre alten Torhüter Antonin Kinsky verhalf der 47-Jährige zum unverhofften Champions-League-Debüt. Der Tscheche allerdings brach unter dem Druck zusammen, wurde nach zwei schweren Patzern bereits in der 17. Minute für die eigentliche Stammkraft Guglielmo Vicario ausgewechselt.

“Das habe ich in 15 Jahren als Trainer noch nie gemacht”, hatte Tudor anschließend erklärt. Die Wut der Fans aber war ihm sicher, die Zweifel der Verantwortlichen ebenso. Diese ließen Tudor aber trotz des wachsenden Drucks von außen zunächst im Amt. Es folgten ein 1:1 in Liverpool sowie ein 3:2 gegen Atletico im Rückspiel, das das Achtelfinal-Aus nicht mehr verhindern konnte.

Spätestens durch das 0:3 zu Hause gegen den direkten Konkurrenten Nottingham am Sonntag aber war auch für die Bosse eine Grenze erreicht. Der drohende Absturz in die Championship wird schließlich immer realer – bei nun 13 Ligaspielen hintereinander ohne Sieg. Das hatte es seit 1934/35 nicht mehr gegeben.

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