Baden-Württemberg: SC Freiburg lässt Heidenheimer Hoffnung im Abstiegskampf schwinden

Mit einem Heimsieg hat der SC Freiburg seine Europapokal-Ambitionen untermauert und die Chancen des 1. FC Heidenheim auf den Bundesliga-Verbleib fast zunichte gemacht.
Der SC Freiburg hat das Baden-Württemberg-Duell am 30. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Heidenheim 2:1 (1:0) für sich entschieden und ist damit auf den siebten Platz gesprungen. Die Freiburger Treffer der Partie erzielten Johan Manzambi (24. Minute) und Maximilian Eggestein (83.). Für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Heidenheim sorgte Budu Zivzivadze. Die Heidenheimer bleiben als Tabellenletzter sieben Punkte hinter dem Relegationsrang zurück und haben vier Spieltage vor Schluss nur noch geringe Chancen, die Klasse zu halten.
Freiburg-Trainer Julian Schuster rotiert
Im Vergleich zum 3:1-Erfolg bei Celta Vigo im Europa-League-Viertelfinale veränderte SC-Trainer Julian Schuster seine Startelf auf fünf Positionen. In der Viererkette verblieb nur Matthias Ginter. Heidenheim-Coach Frank Schmidt musste kurzfristig auf Eren Dinkci verzichten, der wegen Achillessehnenproblem ausfiel.
Matanovic mit der ersten Großchance
Der SC Freiburg war von Beginn an bemüht, sich mit flachem Kombinationsspiel aus der eigenen Defensive nach vorne zu kombinieren. Aber die Gäste aus Heidenheim standen kompakt und ließen in der Anfangsphase wenig Räume. Wenig verwunderlich, dass die erste große Chance der Partie aus einem Eckball resultierte. Igor Matanovic setzte seinen Kopfball aber knapp neben den rechten Pfosten (19.).
Abgefälschter Schuss bringt Freiburg in Führung
Der erste Schuss aufs Tor brachte dann die Führung für den Sport-Club. Nach einem Heidenheimer Freistoß schalteten die Freiburger schnell um. Vincenco Grifo trieb den Ball durchs Mittelfeld und bediente Manzambi. Der 20-Jährige zog in Richtung Strafraumkante, von wo aus er zum Abschluss kam. Sein Schuss wurde von Patrick Mainka unhaltbar abgefälscht. Es war Manzambis fünftes Saisontor.
Beinahe hätten die Heidenheimer noch ein zweites unglückliches Gegentor in der ersten Hälfte hinnehmen müssen. Auch Grifos Distanzschuss wurde abgefälscht, traf dann aber nur die Latte (37.). Die folgende Ecke köpfte Lucas Höler gefährlich aufs Tor, aber Julian Niehus klärte kurz vor der Linie. Den wenigen Heidenheimer Offensivaktionen fehlte es an Genauigkeit, so ging von den Gästen wenig Gefahr aus.
Eingewechselter Zivzivadze trifft zum Ausgleich
Die Wichtigkeit dieser Partie war den Heidenheimern anzumerken. Leidenschaftlich stemmten sie sich auch im zweiten Durchgang gegen die Niederlage. Allerdings taten sie sich schwer, gute Gelegenheiten herauszuspielen. In der 59. Minute nutzten sie dann aber einen Fehler der Breisgauer im Aufbauspiel, Mathias Honsak bediente den in der Pause eingewechselten Budu Zivzivadze, der den Ball aus rund 17 Metern mit links ins linke obere Eck zum 1:1 zirkelte. Es war das 151. Jokertor in dieser Saison. Damit wurde die historische Bestmarke aus der Spielzeit 2022/23 eingestellt.
Wieder trifft Freiburg mit einem abgefälschten Schuss
Freiburgs Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Manzambis Steckpass fand Höler, der den Ball im Strafraum nicht optimal verarbeitete und ihn deshalb nicht an Heidenheim-Keeper Diant Ramaj vorbeibrachte. Insgesamt investierte das Team von Julian Schuster von da an wieder mehr in die Partie. Und das wurde belohnt: Eggestein brachte sein Team mit einem Rechtsschuss erneut in Führung, nachdem Grifo ihn im Strafraum angespielt hatte. Besonders bitter für Heidenheim: Auch dieses Tor war abgefälscht. Heidenheim gab nicht auf, kam aber nicht mehr ran. Es blieb beim 2:1 für den Sport-Club aus Freiburg.
Freiburg im DFB-Pokal-Halbfinale, Heidenheim vor Endspiel
Die Freiburger spielen am kommenden Bundesliga-Wochenende bei Borussia Dortmund (26.04., 17:30) und treten unter der Woche im DFB-Pokalhalbfinale beim VfB Stuttgart an (23.04., 20:45 Uhr). Ende April (30.04., 21 Uhr) sind die Breisgauer dann bei Sporting Braga im Halbfinal-Hinspiel der Europa League zu Gast. Heidenheim empfängt in der Liga den FC St. Pauli, der auf dem Relegationsplatz steht (25.04., 15:30 Uhr).




