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Iran-Liveblog: ++ Trump übt scharfe Kritik an Merz ++


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Stand: 28.04.2026 • 23:06 Uhr

US-Präsident Trump hat Kanzler Merz scharf kritisiert und ihm Unwissen über Iran vorgeworfen. Die gegenseitigen Angriffe Israels und der libanesischen Hisbollah-Miliz dauern trotz einer offiziellen Waffenruhe an.

23:06 Uhr

Ende des Liveblogs

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20:56 Uhr

Trump übt scharfe Kritik an Merz

US-Präsident Donald Trump findet, der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz wisse nicht, wovon er spreche, wenn es um Iran gehe. Das sagte er einen Tag, nachdem Merz die USA wegen ihres Umgangs mit dem Konflikt scharf kritisiert hatte. “Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hält es für in Ordnung, dass der Iran über Atomwaffen verfügt. Er weiß nicht, wovon er spricht!”, schrieb Trump auf Truth Social.

19:55 Uhr

Außenminister: Israel hat “keine territorialen Ambitionen im Libanon”

Israel hat nach den Worten von Außenminister Gideon Saar “keine territorialen Ambitionen im Libanon”. “Unsere Präsenz (…) dient einem Zweck: dem Schutz unserer Bürger”, sagte er bei einer Pressekonferenz. “Kein Land wäre bereit, so zu leben, dass ihm eine Waffe an den Kopf gehalten wird”, fuhr Saar fort. Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden.

19:53 Uhr

Krisengipfel über Folgen des Iran-Kriegs

In Saudi-Arabien haben Spitzenvertreter aus der Golfregion auf einem Krisengipfel über die Folgen des Iran-Kriegs beraten. Kronprinz Mohammed bin Salman begrüßte die Gäste bei ihrer Ankunft in Dschidda, wie im saudi-arabischen Staatsfernsehen zu sehen war. Beraten wurde anschließend über “Themen und Fragen im Zusammenhang mit regionalen und internationalen Entwicklungen” und über die Koordinierung einer gemeinsamen Reaktion, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA.

Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Regierungskreisen erfuhr, wurde bei dem Gipfel “die aktuelle politische und sicherheitspolitische Lage in der Region” erörtert. Katars Emir Scheich Tamim bin Hamad al-Thani erklärte in Online-Diensten, das Treffen verdeutliche “die einheitliche Golf-Position zur aktuellen Lage” und die Notwendigkeit “einer verstärkten Koordinierung und Konsultation”.

18:10 Uhr

Korrespondent: Austritt ist “politischer Hammer”

Der Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate aus der OPEC sei ein politischer Hammer, sagte ARD-Korrespondent Ramin Sina in Kairo auf tagesschau24. Am meisten Öl werde in Saudi-Arabien, Iran, den Emiraten, im Irak und in Kuwait gefördert. Dass nun der drittgrößte Produzent die Organisation verlässt, sei ein starkes Statement.

Der Austritt sei von mehreren Beobachtern seit längerem befürchtet worden, erklärte Sina. Die Herrscher in den Vereinigten Arabischen Emiraten seien wohl schon länger unzufrieden gewesen mit der maximalen Fördermenge von drei Millionen Barrel pro Tag. Es habe Berichte gegeben, dass die Emirate diese Menge mehrfach überschritten hätten.

16:13 Uhr

Israels Außenminister streitet territorialen Anspruch im Libanon ab

Israel hat nach Darstellung seines Außenministers Gideon Saar “keine territorialen Ambitionen im Libanon”. “Unsere Präsenz in den Gebieten an unserer Nordgrenze dient einem einzigen Zweck: dem Schutz unserer Bürger”, sagte Saar nach Angaben seines Büros bei einem Treffen mit seinem serbischen Amtskollegen Marko Djuric.

Der rechtsextreme israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hatte dagegen kürzlich gefordert, der Litani-Fluss im Süden des Libanon müsse Israels neue Grenze zum nördlichen Nachbarland darstellen. Israel hat im Südlibanon eigenen Angaben zufolge eine sogenannte “Sicherheitszone” eingerichtet. Die libanesische Führung spricht dagegen von einer Besatzung ihres Staatsgebiets.

16:05 Uhr

Laschet kritisiert Trumps Außenpolitik als zu kurzfristig

CDU-Außenpolitiker Armin Laschet hat das Handeln von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg kritisiert. Der Schaden für die gesamte Wirtschaft sei riesig – ein substanzieller Fortschritt durch Trumps Eingreifen nicht in Sicht, sagte Laschet. Ziel sei es, die Straße von Hormus wieder freizubekommen. Wenn das aber der erste große Erfolg sei, dann sei “das alles ein Flop gewesen” – schließlich war die Meerenge über Jahrzehnte frei.

Laschet bemängelte an der US-Außenpolitik außerdem, dass der Präsident alles nur kurzfristig denke. Die Erfolge beim Gazakrieg – Freilassung der Geiseln und ein Waffenstillstand – seien nur die ersten zwei Punkte seines 20-Punkte-Plans gewesen. “Die nächsten 18 Punkte hat er dann nicht weiterverfolgt.” Trump brauche mehr Konzentration, sagte Laschet. “Und man hat tatsächlich erneut den Eindruck, dass er eine sehr reduzierte Aufmerksamkeitsspanne hat.” Stattdessen finde der US-Präsident Gefallen an schnellen Erfolgen, das habe man in Venezuela gesehen.

15:45 Uhr

Trump: Iran in “Zustand des Zusammenbruchs”

Nach den Worten von US-Präsident Donald Trump hat Iran die USA aufgefordert, die Straße von Hormus zu öffnen. Trump schrieb in seinem Onlinedienst Truth Social: “Der Iran hat uns soeben mitgeteilt, dass er sich in einem ‘Zustand des Zusammenbruchs’ befindet”, schrieb Trump, ohne eine Quelle zu nennen. “Er fordert uns auf, die Straße von Hormus so schnell wie möglich zu öffnen, während er versucht, seine Führungssituation zu klären.”

Das Weiße Haus reagierte nicht sofort auf die Anfrage nach einer Klärung zu dem Truth-Social-Beitrag. Ankündigungen von Trump waren in den vergangenen Wochen wiederholt folgenlos geblieben.

15:31 Uhr

Weltbank warnt vor Rohstoff-Schock für die Weltwirtschaft

Der Iran-Krieg treibt die Energiepreise nach einer Prognose der Weltbank in diesem Jahr um 24 Prozent in die Höhe. Damit erreichen sie den höchsten Stand seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Rohstoff-Ausblick der in Washington ansässigen Organisation. Sie erwartet für 2026 einen durchschnittlichen Preis für die Ölsorte Brent von 86 Dollar pro Fass, nach 69 Dollar im Vorjahr. Die Angriffe auf die Energieinfrastruktur und die Störungen des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus haben demnach den größten Ölversorgungsschock der Geschichte ausgelöst.

Der Preisanstieg hat weitreichende Folgen. “Der Krieg trifft die Weltwirtschaft in mehreren Wellen: zuerst durch höhere Energiepreise, dann durch höhere Lebensmittelpreise und schließlich durch eine höhere Inflation”, sagte der Chefökonom der Weltbank, Indermit Gill. Am härtesten treffe es die ärmsten Menschen.

Die Preise für Düngemittel dürften dem Bericht zufolge um 31 Prozent steigen. Dies bedrohe künftige Ernten und könnte laut dem Welternährungsprogramm in diesem Jahr bis zu 45 Millionen weitere Menschen in akute Ernährungsunsicherheit stürzen.

15:31 Uhr

Iran-Resolution: Wadephul fordert Veto-Stopp von China und Russland

Außenminister Johann Wadephul fordert von China und Russland, den Weg für eine UN-Resolution zur Koordinierung internationaler Maßnahmen zu Sicherung der Straße von Hormus freizumachen. Ein doppeltes Veto von Peking und Moskau habe eine solche Resolution im Iran-Krieg bisher verhindert, kritisierte der CDU-Politiker am Rande seines Besuches bei den Vereinten Nationen in New York.

“Wer die internationale regelbasierte Ordnung nicht nur mit Worten verteidigen will, sondern sie lebendig sehen will, der muss es ermöglichen, dass entsprechende Resolutionen hier verabschiedet werden”, sagte er. Die Bundesregierung setzt für eine Beteiligung der Bundeswehr an einer solchen künftigen Sicherungsmission unter anderem auf eine UN-Resolution. Die Blockade der Straße von Hormus ist Irans wichtigstes Druckmittel in den Verhandlungen.

15:28 Uhr

Baerbock fordert Ende des Iran-Krieges

Annalena Baerbock hat als Präsidentin der UN-Generalversammlung einen Waffenstillstand im Iran-Krieg angemahnt. Jede Anstrengung, um dieses Ziel zu erreichen, sei dringend nötig, erklärte die frühere Bundesaußenministerin bei einem Besuch in Neu-Delhi. Der Konflikt störe weltweite Lieferketten und verschärfe regionale Krisen. Angriffe und Blockaden in der Straße von Hormus trieben die Preise für Öl und Dünger weltweit in die Höhe.

14:34 Uhr

Vereinigte Arabische Emirate treten aus OPEC aus

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihren Austritt aus dem Öl-Kartell OPEC sowie der OPEC+ angekündigt. Der Schritt werde am 1. Mai erfolgen, berichteten staatliche Medien. Der Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate aus der OPEC stellt einen großen Erfolg für US-Präsident Donald Trump dar, der der Organisation vorgeworfen hat, durch die Inflationspolitik bei den Ölpreisen “den Rest der Welt auszunehmen”.

Trump hat zudem die militärische Unterstützung der USA für die Golfstaaten mit den Ölpreisen in Verbindung gebracht und erklärt, dass die OPEC-Mitglieder, während die USA sie verteidigen, “dies ausnutzen, indem sie hohe Ölpreise durchsetzen”. Iran ist ebenfalls Teil der OPEC.

13:21 Uhr

Caritas: Hilfsgüterknappheit im Libanon

Trotz der Verlängerung der Waffenruhe im Libanon um drei Wochen sieht Caritas international eine katastrophale humanitäre Lage, insbesondere im Süden des Landes. “Mehr als eine Million Menschen sind vertrieben worden”, erklärte der Leiter des katholischen Hilfswerks, Oliver Müller. Hilfsgüter wie Lebensmittel und Hygieneartikel, aber auch Matratzen, Kissen und Decken, die für die Unterbringung der Vertriebenen in Sammelunterkünften benötigt werden, seien kaum noch verfügbar.

Die Nachbeschaffung sei wegen fehlender Gelder nur schleppend möglich. Caritas Libanon versuche, mit zehn Gesundheitszentren und elf mobilen Einheiten die medizinische Versorgung aufrechtzuerhalten. Die internationale Gemeinschaft müsse mehr finanzielle Mittel für die Hilfen im Libanon zur Verfügung stellen.

12:44 Uhr

Britischer Ölkonzern verdoppelt Gewinn

Dank eines starken Handelsgeschäfts hat der britische Ölkonzern BP im ersten Quartal seinen Gewinn mehr als verdoppelt. Das bereinigte Ergebnis schnellte von Januar bis März auf 3,2 Milliarden Dollar nach 1,38 Milliarden im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern mitteilte.

Analysten hatten lediglich mit 2,67 Milliarden Dollar gerechnet. Die durch den Iran-Krieg ausgelösten Preissprünge am Ölmarkt halfen dem Ölmulti, die Erwartungen deutlich zu übertreffen. An der Börse in London legte die BP-Aktie um 2,5 Prozent zu.

11:28 Uhr

Schweden warnt vor möglicher Flugzeugtreibstoff-Knappheit

Schweden warnt vor einer möglichen Verknappung von Flugzeugtreibstoff aufgrund des Krieges im Nahen Osten. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die schwedische Energieministerin Ebba Busch.

11:16 Uhr

Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah bröckelt weiter

Die gegenseitigen Angriffe Israels und der libanesischen Hisbollah-Miliz dauern trotz offizieller Waffenruhe an. Bei einem israelischen Drohnenangriff nahe der Küstenstadt Tyrus seien zwei Menschen verletzt worden, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. In dem Gebiet seien Kampfflugzeuge und Drohnen gesichtet worden. Israelische Kampfflugzeuge hätten auch einen weiteren Ort in Nähe des Litani-Flusses im Süden angegriffen. In Bint Dschubail würden Bodentruppen weiterhin mit Maschinengewehren angreifen.

Die israelische Armee teilte mit, in zwei Fällen sei eine Abwehrrakete auf ein “verdächtiges Flugobjekt” abgefeuert worden, das in der Nähe israelischer Truppen im Südlibanon identifiziert worden sei.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der Konfliktparteien können nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

10:12 Uhr

Rubio zu Iran-Vorschlag: vorsichtig optimistisch

US-Außenminister Marco Rubio hat sich vorsichtig optimistisch zu dem jüngsten iranischen Vorschlag zur Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus geäußert. Die von Teheran vorgeschlagenen Bedingungen seien “besser, als wir gedacht hatten”, sagte Rubio dem Nachrichtensender Fox News am Montagabend (Ortszeit). Zugleich stellte er die Aufrichtigkeit des iranischen Vorstoßes in Frage. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Rubio bekräftigte zudem, die USA müssten mit Blick auf Iran “sicherstellen, dass jedes geschlossene Abkommen, jede getroffene Vereinbarung sie definitiv daran hindert, zu irgendeinem Zeitpunkt auf eine Atomwaffe hinzuarbeiten”. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, hatte zuvor gesagt, ein Angebot werde “diskutiert”. Sie ließ offen, ob Trump den Vorschlag annehmen werde.

10:07 Uhr

EZB-Umfrage: Verbraucher erwarten deutlich höhere Inflation

Die Inflationserwartungen der Verbraucher in den Euro-Ländern sind im vergangenen Monat wegen der stark gestiegenen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs nach oben geschnellt. Im Mittel rechnen sie in den kommenden zwölf Monaten mit einer Teuerungsrate von 4,0 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag zu der von ihr in Auftrag gegebenen Umfrage mitteilte. Im Februar lag dieser Wert noch bei 2,5 Prozent. Nach Beginn der Angriffe der USA und von Israel auf Iran am 28. Februar sind die Energiepreise stark gestiegen.

09:32 Uhr

Iran will offenbar Verteidigungsfähigkeiten mit asiatischen Partnern teilen

Iran will offenbar Kenntnisse im Bereich von Verteidigungswaffen mit “unabhängigen Ländern, insbesondere Mitgliedern der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO)”, teilen, sagte der stellvertretende Verteidigungsminister Reza Talaei-Nik während eines Treffens der SCO-Verteidigungsminister in der kirgisischen Hauptstadt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf iranische Staatsmedien.

08:52 Uhr

Israel: Mehr als 1.000 Ziele zerstört

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Ziele im Südlibanon zerstört. Die Armee nannte keinen zeitlichen Rahmen für die Angriffe. Es habe sich um von Hisbollah-Mitgliedern genutzte Infrastrukturanlagen gehandelt, die für Angriffe auf israelische Streitkräfte genutzt worden seien. Demnach seien Hunderte von Waffen sichergestellt worden, darunter Maschinengewehre, Kalaschnikows, Handgranaten, Minen, Pistolen, Panzerabwehrraketen, Munition, RPG-Raketen und Mörsergranaten.

08:46 Uhr

Bild: Union will offenbar neues Entlastungspaket für Autofahrer

Angesichts anhaltend hoher Öl- und Benzinpreise stellt die Unionsfraktion im Bundestag ein weiteres Entlastungspaket für Autofahrer in Aussicht. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sepp Müller sagte der Bild-Zeitung, dass ein drittes Entlastungspaket aufgelegt werden solle – sollte die Blockade der Straße von Hormus weiter anhalten. “Im Zentrum stehen dann gezieltere Hilfen für Mittelstand, Logistik und Pendler”, so der CDU-Politiker. Eine Taskforce werde konkrete Maßnahmen dazu vorlegen.

Wie die Zeitung unter Berufung auf Koalitionskreise schreibt, sind gezielte Hilfen für Gering- und Mittelverdiener sowie eine höhere Pendlerpauschale ab Juli im Gespräch. Müller warnte jedoch vor überhöhten Erwartungen. “Zur Wahrheit gehört auch: Eine Preisnormalisierung wird Monate dauern. Dauerhafte Subventionen aus Steuermitteln sind schwer möglich.”

07:57 Uhr

Israelische Armee: Zwei Soldaten im Südlibanon verletzt

Nach Angaben des israelischen Militärs sind zwei israelische Soldaten durch den Einschlag einer explodierenden Drohne im Südlibanon verletzt worden, einer davon schwer. Der Vorfall sei ein weiterer Verstoß gegen die eigentlich geltende Waffenruhe, so das Militär. Zuletzt hatte auch das libanesische Gesundheitsministerium Tote und Verletzte nach israelischen Angriffen gemeldet.

07:28 Uhr

Japans Notenbank lässt Leitzins vorerst unverändert

Die japanische Notenbank hat ihren Leitzins trotz der wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs nicht angetastet. Die Währungshüter ließen ihn am Dienstag – wie von den meisten Analysten erwartet – unverändert bei 0,75 Prozent. Allerdings sieht sich die Bank von Japan (BoJ) mit wachsendem Druck aus den eigenen Reihen für eine straffere Geldpolitik konfrontiert.

Drei der neun Ratsmitglieder stimmten für eine Anhebung und verwiesen auf den Inflationsdruck infolge des Konflikts in Nahost. Die Notenbank korrigierte ihre Inflationsprognosen deutlich nach oben und signalisierte eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in den kommenden Monaten. Durch den Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs steigt tendenziell die Inflationsgefahr in dem rohstoffarmen Fernostland.

06:41 Uhr

UN-Generalsekretär: “Öffnet die Straße!”

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat an die Situation von mehr als 20.000 Seeleuten erinnert, die aufgrund der Blockade der Straße von Hormus auf ihren Schiffen festsäßen – ihre Versorgungslage werde immer schlechter. Er rief erneut alle beteiligten Konfliktparteien dazu auf, die Straße zu öffnen und Schiffe wieder durchzulassen. “Lasst die Weltwirtschaft wieder atmen”, so Guterres in einer Debatte im UN-Sicherheitsrat.

05:51 Uhr

Geschäfte mit Irans Airlines: USA drohen mit Sanktionen

Nach der jüngsten Wiederaufnahme kommerzieller Flüge in Iran hat US-Finanzminister Scott Bessent im Falle von Geschäften mit iranischen Fluggesellschaften mit Sanktionen gedroht. Bessent erklärte, dass Staaten iranischen Verkehrsflugzeugen weder Kerosin noch Bordverpflegung, Landegebühren oder Wartungsleistungen bereitstellen sollten. Andernfalls werde das Finanzministerium “nicht zögern, gegen Dritte vorzugehen”. “Irans bröckelnde Ölindustrie beginnt aufgrund der US-Blockade bereits, ihre Produktion herunterzufahren”, sagte Bessent weiter. “Die Förderung wird bald zusammenbrechen. ALS NÄCHSTES: BENZINKNAPPHEIT!”

05:05 Uhr

Rubio nennt Hormus-Blockade “wirtschaftliche Atomwaffe”

US-Außenminister Marco Rubio hat Irans Blockade der Straße von Hormus mit einer “wirtschaftlichen Atomwaffe” verglichen. Iran versuche, die Region zu dominieren, sagte Rubio in einem Interview des TV-Senders Fox News. Er führte die Blockade der Meerenge als Beleg dafür an, dass die Machthaber in Teheran keine Nuklearwaffen besitzen dürften. “Die Straße von Hormus ist im Grunde eine wirtschaftliche Atomwaffe, die sie versuchen, gegen die Welt einzusetzen – und sie geben damit an”, sagte er. “Stellen sie sich vor, wenn diese Leute Zugriff auf eine Atomwaffe hätten, dann würden sie die ganze Region zur Geisel nehmen”, sagte der Außenminister, der in Personalunion auch Trumps Nationaler Sicherheitsberater ist.

04:43 Uhr

Libanon: Vier Tote bei israelischen Angriffen

Trotz der geltenden Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon sind dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge vier Menschen bei israelischen Angriffen im Süden des Landes getötet worden. Bei den Angriffen seien zudem 51 weitere Menschen verletzt worden, teilte das Ministerium in Beirut am Montag mit. Unter den Todesopfern sei auch eine Frau.

04:42 Uhr

Trump zu neuem Iran-Vorschlag

US-Präsident Donald Trump sieht Teherans jüngsten Vorschlag für ein Ende des Iran-Kriegs übereinstimmenden Medienberichten zufolge skeptisch. Er habe den Vorschlag zwar nicht direkt abgelehnt, aber er hege Zweifel an der Aufrichtigkeit der iranischen Führung, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die New York Times berichtete ebenfalls, Trump sei mit dem Vorschlag nicht zufrieden.

Der Entwurf sieht Medienberichten zufolge eine Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende des Kriegs vor – über das umstrittene iranische Atomprogramm soll dann erst im Anschluss verhandelt werden.

04:40 Uhr

Iran wirft USA “Piraterie” vor

Angesichts der US-Seeblockade wirft die Regierung in Teheran den Vereinigten Staaten Piraterie vor. “Dies ist die unverhohlene Legalisierung von Piraterie und bewaffnetem Raub auf hoher See”, schrieb der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, auf der Plattform X. Das US-Militär hatte zuletzt sanktionierte iranische Öltanker auf hoher See abgefangen. Baghai kritisierte, es handle sich um eine “Rückkehr der Piraten – nur dass sie heute mit staatlich ausgestellten Vollmachten operieren”.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch Konfliktparteien können in der aktuellen Lage zum Teil nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

27.04.2026 • 03:26 Uhr

Liveblog vom Montag zu Nachlesen

Laut Bundeskanzler Merz haben die USA keine Strategie im Iran-Krieg und werden gedemütigt. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat einer von Merz in Aussicht gestellten Lockerung der Iran-Sanktionen eine Absage erteilt.

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