In Neuseeland: Die Legenden um den Lake Wakatipu

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Im Lake Wakatipu in Neuseeland leben Fische, die bis zu zwei Meter lang und bis zu 90 Jahre alt werden. Für die Maori sind sie weit mehr als nur außergewöhnliche Tiere – sie gelten als Wesen mit einer besonderen Verbindung zum Himmel.
Der See auf der Südinsel Neuseelands zählt zu den beeindruckendsten Gewässern des Landes, wie auch TRAVELBOOK berichtet. Laut der offiziellen Tourismus-Website der Stadt Queenstown entstand der Lake Wakatipu vor etwa 15.000 Jahren, als sich ein gewaltiger Gletscher durch die Landschaft schob. Mit einer Länge von 84 Kilometern ist er der längste See Neuseelands. Er umfasst 290 Quadratkilometer und erreicht Tiefen von bis zu 399 Metern.
Rätselhafter Wasserstand fasziniert
Doch nicht nur seine Größe macht den See besonders. Etwa alle 25 Minuten steigt und fällt der Wasserspiegel um rund zwölf Zentimeter. Für dieses Phänomen haben Wissenschaftler bislang keine Erklärung. Nach einer alten Maori-Legende steckt dagegen eine tragische Liebesgeschichte dahinter.
Der Erzählung nach liebten sich einst Matakauri und Manata. Er war ein gewöhnlicher Krieger, sie die Tochter des Stammesführers. Dann entführte der Riese Matau die junge Frau und brachte sie in seine Höhle. Nur Matakauri wagte sich zum Versteck des Riesen.
Maori-Legende erklärt Entstehung des Lake Wakatipu
Während der Riese schlief, legte Matakauri ein Feuer unter ihm. Sein Körper schmolz. Gleichzeitig veränderte sich die Landschaft und ein gewaltiger Krater entstand. Dieser füllte sich mit Wasser – der heutige Lake Wakatipu.
Für die Maori ist das regelmäßige Steigen und Fallen des Wassers bis heute der Herzschlag des Riesen. Deshalb verwundert es kaum, dass sich auch um die berühmtesten Bewohner des Sees zahlreiche Legenden ranken: den neuseeländischen Langflossen-Aal.
Langflossen-Aal erreicht riesige Ausmaße
Die Tiere werden außergewöhnlich groß. Die Exemplare im Lake Wakatipu erreichen im Durchschnitt 116 Zentimeter, teils sogar bis zu zwei Meter.
Auch ihr Gewicht ist beeindruckend. Aale mit 16 Kilogramm sind keine Seltenheit. Der bislang schwerste vermessene Fang brachte sogar 24 Kilogramm auf die Waage.
Der „Tuna“, so der Maori-Name für den Aal, kann bis zu 90 Jahre alt werden und damit älter als viele Menschen.
Lake Wakatipu bietet Unterwasser-Erlebnis
Wer die Unterwasserwelt selbst erleben möchte, kann das im „Queenstown Unterwasser-Observatorium“ tun. Durch ein Fenster blicken Besucher direkt in den See und auf seine Tierwelt. Zum Angebot gehört außerdem ein kurzer Film über die Entstehung des Sees und die Maori-Legenden.




