French Open: Deutsche Überraschung beim Tennis in Paris

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Fette Überraschung bei den French Open in Paris! Jan-Lennard Struff (36) steht in der 2. Runde. Der Warsteiner gewinnt unerwartet gegen den Kasachen Alexander Bublik (28), die Nummer 10 der Welt, 7:5, 6:7, 6:4, 7:5. Sein absoluter Höhepunkt des Jahres! Es ist erst das zweite Mal überhaupt, dass Struff bei einem Grand-Slam-Turnier einen Top-10-Spieler besiegt. Das war nach dem bisherigen Jahresverlauf nicht zu erwarten.
Struff: „Es war ein hartes Match unter schwierigen Bedingungen. Es war sehr warm, aber die Unterstützung war gewaltig.“ Die Partie fand auf dem hintersten Platz der Anlage Roland Garros, auf Court 14, statt. Dort gibt es nicht den geringsten Schatten. Temperaturen über 30 Grad machten den beiden Profis das Leben schwer.
Auf Sand wie in Paris gewann Jan-Lennard Struff auch sein einziges Turnier: 2024 in München
Struff nach der Überraschung: „Ich habe jetzt Bock“
Für Struff, die Nummer 80 der Welt, muss dieser Sieg Balsam sein. Seine Bilanz 2026 bislang: achtmal Aus in Runde eins, dreimal in Runde zwei und zweimal gar in der Qualifikation. Nun plötzlich der große Wurf, und das ausgerechnet bei einem der vier wichtigsten Turniere. „Ich habe jetzt Bock“, platzte es bei Eurosport aus ihm heraus. Verständlich, denn die French Open sind sein bestes Grand-Slam-Turnier. 2019 und 2021 erreichte er hier das Achtelfinale.
Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Am Donnerstag muss der Routinier in der 2. Runde gegen den Portugiesen Jaime Faria (22) ran. Gegen die Nummer 115 der Welt ist Struff plötzlich Favorit. In der 3. Runde würde dann ein Kracher warten: Hubert Hurkacz (29/Polen) oder Frances Tiafoe (28/USA). Doch allein schon mit einem zweiten Erfolg in Paris würde Struff wieder unter die Top 70 der Welt vorrücken.
Mit dabei an seiner Seite: Ex-Trainer Carsten Arriens (57). „Wir sind immer mal im Austausch gewesen. Nun stand ich ohne Trainer da und rief ihn an. Er bot mir an zu helfen und so hilft er mir bis zum Ende der Rasensaison“, so Struff. „Ich wollte nicht zwangsläufig was Neues. Bei Carsten weiß ich, ich bekomme nicht schon wieder eine neue Philosophie erzählt. Ich bin ihm mega dankbar. Die neun Jahre mit ihm waren superschön.“




