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Hannover 96 trifft auf den Tabellenvierzehnten Fortuna Düsseldorf

Mit 2:1 besiegt Hannover 96 die Fortuna aus Düsseldorf und schließt sich wieder der Spirtze etwas an – Foto: JKE

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Zum 37. Male treffen sich die beiden Teams in der ersten und zweiten Bundesliga im Kampf um Punkte und Plätze. Von den insgesamt 37 Duellen zwischen Hannover 96 und Fortuna Düsseldorf konnte Hannover zwölf Spiele gewinnen, während Düsseldorf 14 Siege verbuchen konnte. Elf Partien endeten unentschieden. Die Bilanz ist also ausgeglichen. Der Tabellenabstand von aktuell acht Plätzen Unterschied allerdings ließ bei den Wettbüros einen klaren Favoriten erkennen, obwohl die Fortuna die letzten vier Spiele unter einem neuen Trainer besser absolvierte als Hannover, dass die vergangenen vier Spiele nicht gewonnen hat – und nun droht, den Anschluss nach oben zu verlieren. Ein Spiel, dass sich trotz der kalten Temperatur 31.100 Zuschauer sehen wollten.

Eines fiel den Kennern der Roten sofort auf, als die Aufstellung in der Heinz von Heiden Arena verlesen wurde: Trainer Christian Titz setzte wieder auf die alte Aufstellung, bei der sogar Bundu wieder dabei war und Källman zurück in der Mitte. Von den Neuen stand niemand auf dem Feld beim Anpfiff.

Schneller Vorsprung

Das Gästeteam sortierte sich noch, als in der vierten Minute nach einem schnellen roten Angriff über Yokota rechts und einem Doppelpass mit Oudenne der Japaner plötzlich im Strafraum stand, nicht wusste wohin – und einfach aufs Tor schoss. Es hieß 1:0 für die Hausherren. Danach entwickelte sich ein Spiel mit viele kleinen Nickeligkeiten, dass sich nach 15 Minuten Dominanz von Hannover eher auf die Fortuna verlagerte. Die Titzsche Doktrin auf „Ballbesitz“ fand heute in der ersten Hälfte nicht statt. Trotzdem kamen die Gäste zu keinem erwähnenswerten Torschuss, die Hannoveraner dagegen nur noch einmal in eine aussichtsreiche Position.

Nach nur einer Minute Nachspielzeit ging es mit diesem Ergebnis in die Kabine.

Wiederanpfiff zur zweiten Häfte

Die zweite Hälfte begann für Hannover mit einem Wechsel von Bundu auf Saad. Und der hatte über links bereits in der 46. Minute die Chance zum Flanken, spielte den Ball gut in die Mitte, wo ihn Källman direkt zum 2:0 verwandelte. Déjà-vu der ersten Häfte.

Doch dann griff wieder die bekannte hannoversche Schwachstelle: der fehlende Überblick nach Torjubel im eigenen Strafraum. Fortuna kam mit einer Flanke von Muslia in den Strafraum – und dort stand Egouli unbewacht, der mit dem Kopf zum Anschlusstreffer (49.) traf. In der 57. Minute, nach einem guten Sololauf von Aseko, holte ihn im Strafraum dann Egouli von den Beinen, es gab Elfmeter für Hannover – und gelb/rot für Egouli, der schon verwarnt war. Doch wie es sich zuletzt darstellte, geschah es auch jetzt wieder: Tomiak legte sich den Ball zurecht, Torwart Kastenmaier ahnte die Ecke, musste aber nicht eingreifen, da Tomiak links neben das Tor traf.

Wechselphasen

96-Trainer Christian Titz, 96-Pressesprecher Christoph Heckmann und Gästetrainer Markus Anfang (v.li.) nach dem Spiel – Foto: JKE

Titz brachte dann Roggow für Aseko (60.). Hannover nun mit einem Mann Überzahl – was nicht unbedingt heißen musste, dass es nun alles besser klappte. Doppelwechsel (64.) danach bei Fortuna, es kamen Zimmermann und Appelkamp für Rasmussen und Iyoda. Titz wechselte Källman gegen Pichler (67.).

Kurz danach stand Pichler dann, zwar bedrängt aber aussichtsreich, vor Kastenmeier – der mit einer Glanzparade die endgültige Entscheidung verhinderte.  Trainer Anfang wollte nun die totale Offensive und brachte Daland für Schmidt und in der 82. Lenz für Suso. Mit dieser Maßnahme kam Hannover trotz Überzahl erheblich unter Druck und man sah ein eigentlich verkehrtes Spiel: Fortuna stürmte und Hannover verteidigte.

Titz reagierte darauf in der 85. Minute: Mit dem Wechsel von Oudenne und Yokota gegen Weißhaupt und Allgeier zur Abwehrstabilisierung – wobei man eigentlich mehr nach vorn von der Roten erwartet hätte bei der Konstellation. Doch auch so wechselte sich das Bild nicht signifikant.

96-Trainer Christian Titz war mit dem Sieg insgesamt zufrieden – Foto: JKE

Sechs Minuten gab es drauf. Nachwievor zeigte Düsseldorf mehr Einsatzwillen und Hannover besetzte im Endspurt den mittleren Bereich des gegnerischen Strafraums nicht, was zu weiteren – so aber ungenutzten – Chancen hätte führen können. Schmadtke saß auf der Tribüne und schüttelte in nur noch den Kopf, wie sicher viele weitere Besucher in der Arena auch. Eine Minute vor Schluss kam Fortuna sogar noch zu einer Ecke, die glücklicherweise mit einem Schuss hoch über das Tor von Noll scheiterte. Dann beendete Ittrich die Partie bei einem verdienten, aber am Ende glücklichen Sieg von Hannover mit 2:1.

Hannover rückt auf Platz 5 vor, Fortuna fällt auf den Relegationsplatz 16 ab.

So begannen die Teams

Hannover 96 unter Christian Titz: Nahuel Noll, Boris Timoak, Virgil Ghita, Maik Nawrocki, Mustapha Bundu, Paul Källman Noel Aseko, Daisuke Yokota, Kaloja Oiudenn und Maurice Neubauer. Auf der Bank waretten Leo Weinkauf, Henry Blank, Noah Weißhaupt, Benedikt Pichler, Franz Roggow, Bastian Allgeier, William Kokolo, Stefan Thordarson und Elias Saad.

Fortuna Düsseldorf unter Markus Anfang: Florian Kastenmeier, Tan-Kenneth Schmidt, Ancuar El Azzousi, Christain Rasmussen, Cedric Itten, Tim Oberdorf, Satoshi Tanaka, Emmanuel Iyoha, Florent Muslia, Elias Egouli und Klaus Suso. Auf ihren Einsatz warteten Marcel Lotka, Jesper Daland, Christopher Lenz, Moritz Heyer, Luca Raimund, Zan Celar, Shinta Appelkamp, Matthias Zimmermann und Jordy de Wijs.

Die Spielleitung lag bei Patrick Ittrich, Sascha Thielert, Thomas Groniak und Leonidas Exuzidis. Im Keller wachte Johann Pfeifer

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