Olympische Männer-Abfahrt – Von Allmen mit Husarenritt zu Gold – Odermatt «nur» Vierter

Der Weltmeister ist jetzt auch Olympiasieger. Hinter Franjo von Allmen gehen die weiteren Medaillen nach Italien.
Klicken, um die Teilen-Funktion zu öffnen.
Das Podest
- 1. Franjo von Allmen (SUI) 1:51,61 Minuten
- 2. Giovanni Franzoni (ITA) +0,20 Sekunden
- 3. Dominik Paris (ITA) +0,50
Der 7. Februar bleibt aus alpiner Sicht ein Schweizer Freudentag. Nach Bernhard Russi (1972 in Sapporo) und Beat Feuz (2022 in Peking) krönt sich auch Franjo von Allmen in Milano Cortina an diesem Datum zum Abfahrts-Olympiasieger.
Der erst 24-Jährige startete als Dritter des «Schweizer Päcklis» nach Alexis Monney (Nr. 6) und Marco Odermatt (7) und hievte die Bestzeit nochmals in neue Sphären. Im Gegensatz zu seinen Teamkollegen waren bei von Allmen nicht die geringsten Wackler zu verzeichnen. Der vierfache Abfahrtssieger im Weltcup zauberte eine Traumfahrt auf die teils holprige Stelvio.
Die grossen Titel in der Königsdisziplin bleiben damit fest in Schweizer Hand: Zuletzt jubelten der Reihe nach Beat Feuz (Olympiasieger 2022), Odermatt (Weltmeister 2023) sowie von Allmen (Weltmeister 2025). In den letzten 21 Abfahrten stand wettbewerbsübergreifend immer mindestens ein Swiss-Ski-Athlet auf dem Podium.
Am nächsten kamen von Allmen die im Vorfeld ebenfalls als Mitfavoriten genannten Einheimischen. Der gleichaltrige Giovanni Franzoni unterstrich seine Fabelform und fuhr mit nur 2 Zehnteln Rückstand zu Silber. Dominik Paris, im Weltcup 6-facher Bormio-Abfahrtssieger, schnappte sich im Alter von 36 Jahren bei wohl letzter Gelegenheit die langersehnte Olympiamedaille (Bronze).
Die weiteren Schweizer
- 4. Marco Odermatt +0,70 s
- 5. Alexis Monney +0,75
- 23. Stefan Rogentin +2,57
Der dreifache Abfahrtssaisonsieger Odermatt griff auf der nicht ganz so eisigen Stelvio erwartungsgemäss voll an, mit der Goldfahrt als klares Ziel. Im Mittelteil konnte der Saisondominator für einmal nicht mit den Schnellsten mithalten – der 4. Platz fuchst ihn. Aber: Odermatt hat mit dem Super-G, dem Riesenslalom und allenfalls der Team Kombination weitere Medaillenchancen.
Monney klemmte sich nach einem verhaltenen Start unten heraus die Stöcke unter die Arme und raste knapp hinter Teamleader Odermatt auf den starken 5. Platz. Stefan Rogentin konnte mit der Startnummer 20 auf der gezeichneten Piste keine Stricke mehr zerreissen.
So geht es weiter
Das zweite grosse Highlight für die Speedspezialisten steht am Mittwoch mit dem olympischen Super-G (11:30 Uhr) an. Für ausgewählte Athleten geht es bereits am Montag weiter, wenn um 10:30 Uhr die Abfahrt im Rahmen der Team Kombination über die Bühne geht (Slalom-Entscheidung um 14:00 Uhr).
Übersicht
Klicken, um die Teilen-Funktion zu öffnen.




