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Patzer kostete FC Bayern das Champions-League-Finale: Kapitän Neuer will sein Real-Trauma bewältigen

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Nach einem folgenschweren Fehler gegen Real Madrid vor zwei Jahren will Manuel Neuer im anstehenden Viertelfinale Wiedergutmachung leisten

München – Am Dienstagabend (21 Uhr) kehrt Manuel Neuer an einen Ort zurück, der für ihn mit schmerzhaften Erinnerungen verbunden ist: das Bernabéu-Stadion in Madrid. Vor zwei Jahren unterlief dem Kapitän des FC Bayern dort ein folgenschwerer Fehler, als er einen Schuss von Vinícius Júnior falsch einschätzte. Dieser Patzer leitete das Ausscheiden der Bayern im Halbfinale der Champions League ein und verhinderte eine Wiederauflage des 2013er-Finals gegen den BVB.

Manuel Neuer patzte im Champions-League-Halbfinale 2024 gegen Real Madrid folgenschwer. © Imago

Neuer machte damals einen Platzfehler für seinen Patzer verantwortlich und verwies auf einen „minimalen Maulwurf in dem Platz.“ Jetzt gilt es für den mittlerweile 40-jährigen Torhüter im Viertelfinal-Hinspiel der Königsklasse um Trauma-Bewältigung. Nach einer Wadenverletzung ist Neuer pünktlich zu den entscheidenden Spielen gegen Real Madrid wieder fit. Beim 3:2-Sieg in Freiburg zeigte er eine Leistung mit Licht und Schatten.

Bayern-Kapitän Neuer zur Trauma-Bewältigung nach Madrid

Während er mit zwei herausragenden Reflexen glänzte, sah er beim Gegentor zum 0:2 von Lucas Höler schlecht aus. Max Eberl hob dennoch die positiven Aspekte hervor und versuchte den Patzer des Münchner Schlussmanns kleinzureden: „Es ist ein Getümmel. Manu kriegt den Ball nicht weit genug geklärt – und dann trudelt er rein“, analysierte der Sportvorstand und betonte: „Das ist immer sein Spiel gewesen. Das war so mit 20, und das ist mit 40 so.“

Im so wichtigen Spiel gegen Real Madrid wird es allerdings darauf ankommen, dass Neuer es zu Höchstleistungen bringt – das Motto: Patzer verboten. Vor zwei Jahren hatten es die Bayern auch maßgeblich Neuer zu verdanken, dass sie in Madrid nach einem Tor von Alphonso Davies lange auf Finalkurs waren. Bis zur 88. Minute gab es für seine Leistung nur eine Bewertung: Weltklasse.

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Dann ließ er einen harmlos aussehenden Schuss von Vinícius Júnior abprallen, Real-Joker Joselu staubte ab und das Drama nahm seinen Lauf. Durch einen weiteren Joselu-Treffer in der Nachspielzeit waren die Bayern nach einem 2:2 im Hinspiel ausgeschieden. Damit waren die letzten Titelträume in einer völlig verkorksten Saison geplatzt. Der deutsche Rekordmeister beendete die Spielzeit erstmals seit zwölf Jahren titellos.

Neuer übernahm damals die Verantwortung und gab zu, den Schuss falsch berechnet zu haben. Grund war für ihn ein Platzfehler. „Ich muss sagen, dass ich den Ball anders erwartet habe, eher Richtung Brustkorb. Der ist dann einen Tick höher gegangen. Damit habe ich nicht gerechnet.“ Neuer nannte den Moment „brutal“. 699 Tage danach hofft er auf ein Happy End im Bernabéu, das möglicherweise entscheidenden Einfluss auf seine Zukunftsentscheidung hat. (dwe)

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