Hoch Winfried liefert Bilderbuch-Sommer mit 26 Grad – doch das Wetter kippt schon am Wochenende

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Sonne satt und 26 Grad: Der 1. Mai war im Westen ein Sommertag wie aus dem Bilderbuch. Doch die Wetterfreuden enden rasch. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Hamm – Spitzenreiter am Freitagnachmittag (1. Mai) war Waghäusel-Kirrlach in Nordbaden: Um 16:40 Uhr standen dort 26,1 Grad auf dem Thermometer. Dicht dahinter folgten Rheinau-Memprechtshofen und Ohlsbach mit 25,7 Grad, und auch Waltrop-Abdinghof im Ruhrgebiet sprang mit glatten 25,0 Grad noch über die Sommertag-Marke.
Der 1. Mai 2026 brachte einen Sommertag in Deutschland. Dank Hoch Winfried gab es Kaiserwetter. © IMAGO / Manfred Segerer
Frankfurt-Westend, Worms, Trier-Zewen, Bad Kreuznach und Neunkirchen-Wellesweiler reihten sich nahtlos in die 25-Grad-Liga ein. Verantwortlich für das Bilderbuch-Wetter zum Tag der Arbeit ist Hoch WINFRIED, dessen Schwerpunkt quer über Mitteleuropa bis zum Schwarzen Meer reicht. Deutschland liegt damit mitten in der warmen Südflanke – Tiefs vom Atlantik haben aktuell keine Chance.
Hoch WINFRIED liefert den Sommer-Vorgeschmack: Sonne satt, Luft staubtrocken
Beim Sonnenschein war gestern fast nichts geschenkt: Verbreitet 13 bis 14 Sonnenstunden, im Westen waren am Freitag bis zu 15 Sonnenstunden möglich – mehr geht zum 1. Mai astronomisch kaum noch. Mindestens genauso prägend war die extrem trockene Luftmasse.
Die Advektion trockener Festlandsluft hielt an, die Taupunkte lagen vielerorts deutlich unter 5 Grad, die relative Feuchte am Nachmittag teils unter 30 Prozent. Das macht das warme Wetter angenehm erträglich, hat aber zwei Schattenseiten: Die Waldbrandgefahr steigt im Osten und Süden weiter an, und der UV-Index erreicht bereits Werte zwischen 6 und 7. Sonnenschutz ist Pflicht, nicht Empfehlung.
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Zu warm – aber kein historischer Ausreißer, und am Wochenende kippt das Wetter
Eingeordnet: Das Klimamittel für Anfang Mai liegt bundesweit bei rund 17 bis 18 Grad als Höchstwert. Mit Spitzen über 26 Grad lagen wir damit acht bis neun Grad über dem Soll. Klingt nach viel – ist im aktuellen Klima-Kontext aber keine Sensation. Maifeiertage mit 27 oder 28 Grad gab es in den vergangenen Jahren mehrfach, und der absolute deutsche Mai-Höchstwert liegt deutlich darüber.
Auffällig ist heute eher die Kombination: stabile Omegalage, viel Sonne, knochentrockene Luft und kaum Wind. Dieses Setup begleitet uns schon seit April – und macht klar, dass die Trockenheit der vergangenen Wochen bisher nicht aufgebrochen wurde.
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Ab Samstag (2. Mai) verlagert sich das Hoch weiter nach Osten, sodass aus südlichen Richtungen zunehmend warme und feuchtere Luft nach Deutschland gelangt. Erste Schauer und Gewitter sind im Westen schon nachmittags möglich – das war‘s dann mit Bilderbuch.




