Jonas Hofmann freut sich auf „besondere Atmosphäre“ beim OFC-Jubiläumsspiel

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Uns auf Google folgenGroßer Erfolg: Jonas Hofmann und Ehefrau Laura feiern nach dem Sieg von Bayer Leverkusen im DFB-Pokal 2024. © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON/IMAGO/Sven Simon
Der Leverkusener Jonas Hofmann erwartet kein leichtes Spiel beim Jubiläumsevent des OFC. Dabei wird auch Familie an den Bieberer Berg kommen, die vielleicht auch die Gastgeber anfeuern.
Offenbach – Bei Kickers Offenbach ist man dankbar, dass zum 125. Geburtstag des Vereins an diesem Samstag (15 Uhr) Bayer Leverkusen zu Gast ist. Jener Verein, mit dem die Kickers seit mehr als 45 Jahren eine enge Fanfreundschaft pflegen. Beim Jubiläumsspiel wird auch Bayer-Offensivmann Jonas Hofmann dabei sein. Der 34-jährige Nationalspieler und WM-Teilnehmer von 2022 hat sehr persönliche Verbindungen in die Region.
Herr Hofmann, was für ein Bayer 04-Team darf der Viertligist Kickers Offenbach am Samstag erwarten? Eine durch einen harten Trainingsalltag erschöpfte Mannschaft?
Natürlich ist das Programm in der Saisonvorbereitung immer ein Stück weit intensiver. Wir trainieren nahezu täglich, teilweise zweimal am Tag. Aber unser Kader ist breit und gut besetzt, so dass wir in den Testspielen viel rotieren können. Ich bin mir sicher, dass jeder seine Spielminuten bekommen wird, um sich zeigen zu können, und dass jeder in jedem Spiel an sein Limit gehen wird. Das ist auch mein persönlicher Anspruch.
Kickers Offenbach und Bayer 04 pflegen schon eine langjährige Fanfreundschaft. Wie finden Sie das, gerade anlässlich des „125-Jährigen“ der Kickers?
Es wird mit Sicherheit eine besondere Atmosphäre im Stadion herrschen – keine gewöhnliche Testspiel-Stimmung. Dass unsere Fans und die der Kickers seit vielen Jahren eine so enge Freundschaft verbindet, macht dieses Spiel zusätzlich besonders. Ich freue mich, dass auch viele Bayer-04-Fans mit dabei sein werden. Für sie hoffe ich natürlich auf ein paar Tore von uns, auch wenn Offenbach es uns sicherlich nicht leicht machen wird. So oder so wird es ein besonderer Tag für alle Beteiligten.
Bayer mit starker Besetzung und Fanmobil
14 Jahre nach dem letzten Duell zwischen dem OFC und Bayer Leverkusen kommt es wieder zum Freundschaftsspiel. Am 18. Juli 2012 war die Einweihung des renovierten Bieberer Bergs der Anlass. Leverkusen gewann 3:0 durch Tore von Karim Bellarabi und Stefan Kießling (2). Heute ist es der 125. Geburtstag der Kickers. Kießling ist nun Klubrepräsentant bei Bayer, sein damaliger Mitspieler Simon Rolfes Geschäftsführer Sport. Der Bundesligist kündigte an, mit einer starken Besetzung anzureisen. Ob Tschechiens WM-Fahrer Patrik Schick nach seinem Trainingseinstieg in dieser Woche schon mitwirkt, ist offen. Sicher ist: Bayer bringt ein Fanmobil mit. Der OFC stellt sein neues Heimtrikot und einen Sponsor auf dem Rücken des Shirts vor. Und wir berichten über die Partie im Liveticker auf unseren Portalen.
Update: Am Freitagabend wurde bekannt, dass auch Rudi Völler am Samstag im Stadion zu Gast sein wird.
Rudi Völler ist ein großer Kickers-Star. Wie ist Ihr Verhältnis zu ihm?
Ich verstehe mich mit Rudi sehr gut. Immer, wenn er bei uns im Stadion ist und wir uns sehen, quatschen wir ein wenig. Er ist für mich eine der großen Persönlichkeiten des deutschen Fußballs.
Was erwarten Sie von sich selbst in der kommenden Saison und was vom gesamten Klub?
In erster Linie wollen wir uns als Mannschaft weiterentwickeln und die nächsten Schritte gehen. Ich habe bislang ein wirklich gutes Gefühl in der Zusammenarbeit mit Carles (der neue Trainer Martínez, Anm. d. Red.) und seinem Team. Persönlich möchte ich vor allem gesund und fit bleiben, um auf möglichst viel Spielzeit zu kommen und der Mannschaft so gut es geht zu helfen – im besten Fall auch mit einigen Scorern. Als Team wollen wir uns am Ende der Saison wieder für die Champions League qualifizieren. Das muss unser Anspruch sein.
Rückkehr in neuer Rolle: Simon Rolfes (links) 2012 beim Spiel zwischen dem OFC und Bayer. Am Samstag kommt er als Geschäftsführer Sport. © Jan Hübner
Wie war die Erfahrung für Sie als WM-Experte bei Magenta?
Es war eine super interessante Erfahrung. Solch ein großes Turnier einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben, war sehr spannend. Mir hat die Aufgabe großen Spaß gemacht, vor allem auch wegen der tollen Menschen drumherum. Wir haben unheimlich viel über Fußball gesprochen und wirklich viele Spiele innerhalb kürzester Zeit geschaut.
Ihre Frau, Laura Hofmann, ist TV-Moderatorin und Fußballexpertin. Wer hat mehr Ahnung?
Das kann man so gar nicht sagen oder bewerten. Jeder hat in seinem Bereich seine Stärken. Laura kennt sich wirklich hervorragend aus. Natürlich sprechen wir auch zu Hause immer mal über Fußball. Was ich nach diesen Wochen aber sagen kann: Als TV-Moderatorin hat sie mir einiges voraus – da kann ich definitiv noch etwas von ihr lernen (lacht).
Ihre Frau stammt hier aus der Region, ist in Seligenstadt geboren und hat in Heusenstamm auf dem Adolf-Reichwein-Gymnasium ihr Abitur gemacht. Kennen Sie sich im Kreis Offenbach also auch ein bisschen aus und sind öfter mal bei Familienbesuchen?
Wir besuchen ihre Familie regelmäßig und sind dadurch immer mal wieder in der Region. Meistens verbinden wir das direkt mit einem Besuch bei meiner Familie in der Nähe von Heidelberg. So können wir beide Seiten der Familie sehen und ein paar schöne gemeinsame Tage verbringen.
Kommen ein paar Familienmitglieder auf den Bieberer Berg? Sind die für die Kickers oder für Bayer 04?
Ja, einige haben sich schon angekündigt – darunter mein Vater und meine beiden Schwager. Ohne sie vorher gefragt zu haben, hoffe ich und gehe ich stark davon aus, dass sie für mich und meine Mannschaft sein werden (lacht). Auch, wenn das reine Ergebnis an diesem Tag vielleicht nicht ganz so viel zählt wie in anderen Spielen.
Das Gespräch führte Jan Christian Müller.




