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SGE in Wolfsburg gefordert: Europa-Hoffnung trifft auf Abstiegskampf

Die Endphase der Saison ist angebrochen. Und genau zu dieser Zeit droht die SGE in eine kleine Krise zu fallen. Nach dem 1:2 in Mainz und dem 2:2 in Köln sind die direkten Plätze für einen internationalen Wettbewerb in weiter Ferne. Zudem übt der SC Freiburg enormen Druck auf die Adler aus. Sehr wichtig wären also drei Punkte im Duell beim VfL Wolfsburg. Die Wölfe stecken wiederum in einer wirklichen Krise und drohen erstmals in der Vereinsgeschichte den Gang in die zweite Liga antreten zu müssen. Dieter Hecking, der von Daniel Bauer übernommen hatte, konnte noch nicht für die erhoffte Wende sorgen. Zuletzt gab es eine krachende 3:6-Niederlage in Leverkusen. Mit 63 Gegentoren stellt der VfL Wolfsburg gemeinsam mit dem 1. FC Heidenheim die anfälligste Defensive der Liga und verursachten bereits 13 Elfmeter, der dritthöchste Wert in der Bundesligageschichte. Die Eintracht ist aber auswärts sehr schwach unterwegs. Der letzte Auswärtssieg stammt aus dem November, als die SGE mit 4:3 in Köln gewinnen konnte.

Anpfiff der Partie ist am Samstag, 11. April um 15:30 in der Volkswagen Arena. Die Leitung der Partie übernimmt Schiedsrichter Timo Gerach. „Sky“, „DAZN“ (nur in der Konferenz) und „Eintracht FM“ übertragen live.

Das sagen die Trainer

Albert Riera: „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass alle Teams in dieser Phase um etwas kämpfen. Wir kämpfen darum, nächstes Jahr in Europa zu spielen. Wolfsburg kämpft aktuell um den Nichtabstieg. Unser Ziel ist bei Weitem das Schönere. Das müssen wir zu unserem Vorteil machen. Beide Mannschaften brauchen die drei Punkte. Es ist ein schöner Druck, um Europa zu kämpfen. Dafür sind wir in einer guter Position. Wir müssen ruhiger werden und das Spiel mehr kontrollieren. Das heißt aber nicht, dass wir langsam spielen müssen. Darüber haben wir mit den Spielern gesprochen und werden hoffentlich Besserung sehen, was das angeht.“

Dieter Hecking: „Wir müssen einen guten Mix gegen Frankfurt hinbekommen – zwischen aktivem Spiel und auch dem Aushalten von Druckphasen. Dafür brauchen wir die Bereitschaft, unsere Struktur nicht zu verlassen, so wie es uns noch gegen Leverkusen passiert ist. Spieltaktisch haben wir eine klare Idee, wie wir das angehen wollen. Wenn wir auf Sendung sind, werden wir unsere Möglichkeiten haben und das dann über die Ziellinie bringen müssen. Das wird die Hauptaufgabe sein.“

Fakten zum Spiel

Die Eintracht wartet seit Dezember 2012 auf ein Spiel ohne Gegentor gegen den VfL. Gegen kein anderes aktuelles Bundesligateam ist die Serie länger. Von 53 Begegnungen konnte die SGE elf für sich entscheiden.

Formkurve

Eintracht Frankfurt: U N S U S

VfL Wolfsburg: N N U N N

Wer fällt aus?

Eintracht Frankfurt: Jean-Matteo Bahoya (Trainingsrückstand), Nnamdi Collins (Sprunggelenk-OP), Ritsu Doan (krank), Kaua Santos (Innenbandverletzung im Knie) und Rasmus Kristensen (Syndesmose-OP) fehlen der SGE.

VfL Wolfsburg: Cleiton (Aufbautraining nach Sprunggelenkverletzung), Bence Dardai (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Kilian Fischer (Aufbautraining nach Adduktorenverletzung), Konstantinos Koulierakis (5. Gelbe Karte), Marius Müller (muskuläre Probleme), Kevin Paredes (Aufbautraining nach Muskelverletzung), Rogerio (Aufbautraining nach Knie-OP), Jenson Seelt (Knieverletzung), Matthias Svanberg (angeschlagen) und Jonas Wind (Muskelverletzung) fehlen dem VfL.

Player to watch

Im Sommer konnte sich der VfL Wolfsburg die Dienste von Christian Eriksen sichern. Der dänische Nationalspieler überzeugt vor allem mit seiner Erfahrung. Er leitet das Offensivspiel der Wölfe und agiert als Kreativspieler aus dem Zentrum heraus. Standards bringt er gefährlich und vor allem vom Punkt ist er ein sicherer Schütze. Seit zehn Jahren hat Eriksen nur einen Elfmeter verschossen und verwandelte zuletzt bei der Niederlage in Leverkusen vom Punkt. Bereits sechs Tore legte der Däne in dieser Saison vor und erzielte drei Tore, allesamt Strafstöße.

Aussicht: Wer sorgt für die von Riera geforderte Ruhe?

Nach dem Doppelschlag gegen Köln hatte die SGE nach 69 Minuten wie der sichere Gegner ausgesehen. Doch zwei Kölner Tore sorgten für Frust und Unmut. Riera hat eine Erklärung dafür und nimmt seine Spieler in die Pflicht: „Wir müssen ruhiger werden und das Spiel mehr kontrollieren. Das heißt aber nicht, dass wir langsam spielen müssen. Darüber haben wir mit den Spielern gesprochen und werden hoffentlich Besserung sehen, was das angeht.“ In der Defensive wird er erneut auf die Kette aus Aurele Amenda, Robin Koch, Arthur Theate und Nathaniel Brown setzen.

Im Zentrum fehlt mit Doan ein zuletzt gesetzter Spieler. Dort ergibt sich der SGE aber viele Möglichkeiten. Oscar Højlund könnte starten, aber auch Farés Chaibi und Can Uzun sind Optionen sowie Mario Götze. Hugo Larsson wird erneut starten. Mit Bahoya fällt ein Flügelspieler aus. Ansgar Knauff durfte gegen Köln von Beginn an ran, könnte aber vom frei aufspielenden Ayoube Amaimouni-Echghouyab verdrängt werden, der durch mutige Aktionen auffällt. Zudem wird Arnaud Kalimuendo auf dem anderen Flügel stürmen. In der Spitze dürfte, trotz Comeback von Younes Ebnoutalib, erneut Jonathan Burkardt starten.

Eintracht Frankfurt: Zetterer – Amenda, Koch, Theate, Brown – Larsson –  Amaimouni-Echghouyab, Uzun, Chaibi, Kalimuendo – Burkardt

VfL Wolfsburg: Grabara – Jenz, Vavro, Belocian – Maehle, Eriksen, Vinicius Souza, Zehnter – Wimmer, Shiogai – Amoura

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