„Maximum herausholen“ ist Salzburgs Ziel

„Wir müssen nicht schauen, was auf den anderen Plätzen los ist. Wir wollen das Maximum herausholen“, meinte Trainer Thomas Letsch. Gegen ein Team, das „nächste Saison wahrscheinlich Champions League spielen wird“. „Der Glaube ist sicherlich noch da“, bekräftigte der junge Innenverteidiger Jannik Schuster.
Aktuell liegt Salzburg nach fünf Niederlagen in sieben Partien mit sechs Punkten als 28. außerhalb der für das Play-off nötigen Top 24. Die Ausgangslage ist diffizil, elf Teams kämpfen zeitgleich um die fünf letzten Aufstiegstickets. Auch das Torverhältnis könnte am Ende den Ausschlag geben. Selbst bei einem Sieg wird es also eng, in der Vorsaison reichten neun Punkte in der Endabrechnung nicht.
Europa League: Salzburg braucht Fußballwunder
Vizemeister Salzburg reist zum letzten Spieltag der Ligaphase in der Europa League zum englischen Spitzenclub Aston Villa. Mit geringen Chancen will das Team noch den Aufstieg in die K.-o.-Phase schaffen.
„Ein Highlight zum Schluss“
Die Salzburger lieferten beim 3:1-Heimsieg gegen Basel in der Vorwoche eine erfreuliche Leistung ab, sie befeuerte den Traum von der Überraschung. „Wenn wir Leistungen wie gegen Basel in der ersten Hälfte zeigen, können wir auch ihnen wehtun“, meinte Schuster im Hinblick auf das Gastspiel im über 40.000 Fans fassenden Villa Park.
Europa League
Spielplan und Tabelle
Europa League, achte Runde
Donnerstag, 21.00 Uhr:
Aston Villa – Salzburg
Birmingham, Villa Park, SR Saggi (NOR)
Mögliche Aufstellungen:
Aston Villa: Bizot – Cash, Lindelöf, Mings, Digne – Bogarde, Onana – Guessand, Rogers, Sancho – Watkins
Salzburg: Schlager – Trummer, Gadou, Schuster, Krätzig – Bidstrup, Diabate – Kitano, Alajbegovic – Baidoo, Konate
„Ein Highlight zum Schluss“, wie es Letsch nannte, für den 19-jährigen Schuster die wohl beeindruckendste Kulisse seiner noch jungen Karriere.
„Villa will Europa League gewinnen“
Dass Villa, das in der Premier League vier Punkte hinter Arsenal sogar mit dem Meistertitel liebäugeln darf, als aktueller EL-Tabellenzweiter schon fix im Achtelfinale steht und nicht den Umweg übers Play-off gehen muss, könnte ein kleiner Vorteil für Salzburg sein, Letsch zweifelt aber an dieser These.
„Villa will die Europa League gewinnen. Deswegen glaube ich nicht, dass sie mit der zweiten Garnitur kommen. Und wenn: Da steht dann noch immer eine Truppe mit extremer Qualität auf dem Platz.“ Dazu komme, dass die ersten zwei Teams in der Abschlusstabelle bis zum Halbfinale im Rückspiel automatisch Heimrecht genießen.
Emerys Respekt vor Salzburg ist „groß“
„Nach der geschafften Qualifikation wollen wir versuchen, uns diesen Vorteil zu sichern. Unser ganz klares Ziel ist ein Sieg“, betonte Aston-Villa-Trainer Unai Emery. Durchklingen ließ er, dass er nicht die beste Formation zum Einsatz bringen wird, was angesichts des schon am Samstag folgenden Ligaheimspiels gegen Brentford wenig überraschend ist. „Ich freue mich darauf, morgen zu sehen, wie wir mit den Spielern, die wir haben, spielen und wie wir reagieren werden“, sagte der Spanier.
Sein Respekt vor dem österreichischen Vizemeister ist „groß“. Auch mit Blick in die Vergangenheit. Im Februar 2021 hatte er Salzburg mit Villarreal im Sechzehntelfinale der Europa League mit 2:0 (auswärts) und 2:1 (daheim) bezwungen. „Wir haben gewonnen, aber es war sehr schwierig gegen sie.“ Die Spielweise Salzburgs sei immer noch ähnlich. „Sie spielen sehr aggressiv, intensiv, üben hohen Druck aus und gewinnen viele Zweikämpfe“, skizzierte Emery. Hinzu komme die Tatsache, dass der Gegner gewinnen müsse. „Uns ist bewusst, dass es schwierig wird, sie zu bezwingen.“
Konate erstmals seit Langem in Startelf?
Auch Salzburg ist bewusst, dass die Hürde in Birmingham eine hohe ist. Ein Sieg sei so oder so eine enorme Herausforderung. „Aston Villa ist vielleicht die größte Nummer, die es in der Europa League gibt. Jeder kennt die Tabellen. Zu Hause sind sie eine Macht“, stellte Letsch klar.
GEPA/David Geieregger
Für Thomas Letsch ist Aston Villa „vielleicht die größte Nummer, des es in der Europa League gibt“
Verzichten muss er auf Stürmer Yorbe Vertessen, der nach einer Erkrankung nicht rechtzeitig fit wurde. Der Belgier erzielte in der laufenden Saison drei EL-Tore, traf insgesamt zehnmal in allen Pflichtspielen. Nach seiner Rückkehr aus der langen Verletzungspause ergibt sich so für Karim Konate die Möglichkeit auf den ersten Startelfeinsatz seit November 2024.




